00:00:00: Gibt es irgendetwas, was Sie von dem anderen Bereich übernehmen würden?
00:00:07: Die Versicherung.
00:00:08: Die Versicherung wäre super.
00:00:09: Das wäre ganz toll.
00:00:11: Wenn ich nicht um jeden einzelnen Blutwert kämpfen müsste, wenn da jetzt, da weiß ich nicht, die Katze schon im Nierenversagen ist und die Augen schon kreuzt, das wäre ganz sputze.
00:00:22: Das würde ich gerne übernehmen.
00:00:25: Hat der Privatpatienten.
00:00:34: Das ist dir Hörgang,
00:00:36: der Podcast von Springer Medizin.
00:00:39: Schönen Vormittag, Nachmittag oder Abend waren auch immer Sie uns hören.
00:00:42: Das ist ein Experiment und eine Doppelkonferenz der besonderen Art.
00:00:47: Wir haben nämlich heute einen Humanmediziner und eine Tierärztin bei uns zu Gast im Studio.
00:00:53: Auf den ersten Blick arbeiten beide in ganz unterschiedlichen Berufen.
00:00:57: Der eine mit Menschen, mit Krankenmenschen, die andere mit kranken Tieren.
00:01:02: Doch gibt's bei genauerem Hinsee nicht auch Parallelen?
00:01:05: Das wollen wir heute herausfinden.
00:01:07: Mein Name ist Martin Burger und ich hab mich immer schon gefragt, ob der Umgang mit Patienten und Angehörigen ein anderer ist, je nachdem, ob im Wartezimmer gepält wird oder geprostet, gesurft, getratscht wird.
00:01:24: Meine Gäste heute sind Dr.
00:01:26: Ronny Tekal, allgemein Mediziner und bekannter Medizinkabretist.
00:01:29: Hallo.
00:01:30: Hallo.
00:01:31: Und Sandra Burin, sie ist gerade im Aufbau ihrer ersten eigenen Tierarztordination.
00:01:37: Schön, dass Sie da sind.
00:01:38: Danke schön.
00:01:39: Hallo.
00:01:40: Können Sie euch bitte kurz vorstellen, wo arbeitet ihr und was hat euch ursprünglich in die Medizin gebracht, in die humanen Medizin, beziehungsweise die Veterinärmedizin?
00:01:53: Also ich bin seit Jahrzehntzehn in der Veterinärmedizin und das ursprünglich Habe ich ein bisschen davor zurückgeschaut, weil es einfach ein komplexes und umfangreiches Thema ist, aber nach einem relativ kurzen Studium der Komparatistik habe ich mich dann dazu entschlossen, das schon zu machen und es hat dann sehr viel Freude gemacht.
00:02:18: und nach wie vor macht der Beruf sehr viel Freude.
00:02:22: Was ist komparatistisch?
00:02:23: Vergleichende Literaturwissenschaften.
00:02:26: Doch, ja.
00:02:27: Ich danke, dass das gefragt wurde und ich mich nicht planieren muss, dass ich es frage.
00:02:31: Meistens wird Wissen genickt in solchen Runden, aber klar, ja.
00:02:35: Ich sage es gerne, weil dann muss ich erklären, was es ist.
00:02:39: Viele Leute fragen da noch einfach nicht nach und das hört sich gut an.
00:02:44: Ronald, du bist hier.
00:02:45: Ja, so etwas wie ein Stammgast bei uns im Hörgang.
00:02:49: Wie war dein Zugang zum Beruf?
00:02:51: Wie bist du her in diesen Beruf gekommen?
00:02:53: Ich komme nicht über die Komparatistik, sondern über die Kabarettistik.
00:02:57: Das heißt, ich bin einerseits gelernter Mediziner.
00:03:01: Also ich bin Arzt für Allgemeinmedizin, habe davor Medizin studiert.
00:03:04: Das hilft ein bisschen und bin dann nachher einerseits natürlich in die Praxis gegangen, andererseits journalistisch tätig.
00:03:12: für die Ärztewoche Schreibkolumne, noch für die Ärztewoche für den Springerfeller.
00:03:16: Ich bin bei Ö-Eins Radiadoktor, also ich leite die Gesundheitssendung am Puls bei Ö-Eins und ich bin Medizinkabarettist seit
00:03:25: auch
00:03:26: drei Jahrzehnten mit meinem Kollegen Norbert Wetter.
00:03:30: Und atem haben wir euch deswegen ausgewählt, weil ihr eben euer so breit aufgestellt seid und keinen ganz geraden Weg genommen habt, keinen geraden ins Berufsleben.
00:03:40: Wie erlebt ihr beide eigentlich den ersten Kontakt mit euren menschlichen, respektiv tierischen Patienten?
00:03:48: Ja, also wenn Patienten bei mir bellen, dann muss ich darauf passen, dass sie nicht koch Husten haben.
00:03:55: Aber sonst ist der Kontakt schon so, dass man fragt was.
00:03:59: Ich kann mich für sie tun.
00:04:01: Ich weiß nicht, ob das bei den Tieren genauso ist.
00:04:04: Der Unterschied ist vielleicht, dass Patienten an ihre Symptome vorher meistens googeln.
00:04:09: Ich weiß nicht, ob das schon angekommen ist, auch bei den Tieren.
00:04:12: Bei uns machen das die Besitzer vorher.
00:04:15: Bei uns ist es so, dass die Besitzer natürlich mit dem Tier reinkommen und der Besitzer häufig ganz anders auf mich reagiert als das Tier.
00:04:23: Die meisten sind einmal höflich reserviert.
00:04:25: Tiere sind von ängstlich bis stürmisch alles.
00:04:29: Und ganz häufig deckt sich nicht, was der Tierbesitzer über sein Tier sagt.
00:04:36: Nicht selten habe ich es gehabt, dass jemand reinkommt und sagt, es ist ein absoluter Notfall, der Hund stirbt.
00:04:43: und der Hund steht vor mir, Schwanzmedeln mit rosa Schleimhäuten und hechtelt mich an und alles ist gut.
00:04:51: Und wenn man dann näher nachfragt, der hat gehumpelt vorhin.
00:04:54: Ganz akut.
00:04:55: Und jetzt humpelt er nicht mehr.
00:04:57: Also okay, wir können gerne schauen, aber für das hätten sie sich jetzt nicht in die Sprechstunde vor alle anderen Vorträgen müssen.
00:05:06: So ist das heute.
00:05:07: Das ist bei uns anders, weil die Patienten ja meistens selber kommen, aber nicht nur.
00:05:11: Also nicht nur Eltern kommen mit ihren Kindern, die auch ganz besorgt sind und die Kinder sitzen da und sagen, warum bist du hier mit mir?
00:05:17: auch.
00:05:18: Ich weiß nicht, ob das ein Klischee ist, aber es ist die Beobachtung meistens Frauen, die ihre Männer dann an der Hand nehmen oder am Eurestel nehmen und dann sagen sie, jetzt erzählt den Doktor, dass er nicht gut geht und die Frauen ganz besorgt sind über ihre Männer, die alle ihre Tabletten nicht genommen haben und irgendwelche Unsinn betreiben, dass die dann auch von uns wollen, dass wir sie ein bisschen erziehen und die Männer sitzen um jetzt das... Beispiel zu nennen, ich weiß nicht ob ich das sagen darf, also sitzen dann halt quasi auch Schwanz-Wedeln da und denen geht's gut und die Frauen sind ganz besorgt.
00:05:52: Aber der Unterschied in der Diagnostik, der ist schon ein großer.
00:05:55: Wenn der Mensch, ob es falsch oder richtig ist, schildert seine Symptome selber, das Tier bleibt ja stumm.
00:06:03: Aber ganz häufig ist es hilfreich, nicht angelogen zu werden und selbst schauen zu können, was das Problem ist.
00:06:11: Und zum Beispiel gerade bei Schmerzen.
00:06:12: Schmerz ist unelastisch.
00:06:13: Das heißt, wenn ich da jetzt drauf drück, wo es wehtut, dann finde ich auch, wo es wehtut.
00:06:18: Und dann habe ich einfach auch Proben dafür, weiß ich nicht, ist das jetzt das Kreuzband, das gerissen ist oder ist das eine Kniescheibe, die locker ist.
00:06:27: Das ist dann eigentlich oft einfach als das, was die Leute glauben, nämlich die, die sagen dann, Ich habe da eh schon selber geschaut und herumgedrückt, aber der sagt nix.
00:06:35: Na ja, eh nicht.
00:06:38: Wie wichtig ist Vertrauen zwischen Arzt und Patient, bzw.
00:06:41: Halter?
00:06:44: Ja, also das ist, glaube ich, das Wichtigste in einer Arztpatienten oder eben Halter, Besitzer oder auch Eltern-Arztbeziehung.
00:06:54: Ohne dem hat man, glaube ich, keine Chance, weil wenn man das Vertrauen nicht hat, machen sie die Diagnostik nicht, nehmen sie die Medikamente nicht.
00:07:01: oder ändern ihren Lebensstil nicht.
00:07:04: Ja, beim Tierarzt muss man sehr den meisten selber bezahlen, die Medikamente.
00:07:08: Dadurch werden sie dann eher wahrscheinlich genommen, weil was nix kostet, ist nix wert.
00:07:13: Obwohl es natürlich schon was kostet, was ich halt nicht werde, das Ganze über die Versicherungszahlungen abgedeckt wird.
00:07:19: Exakt.
00:07:21: Erlebt ihr Situationen?
00:07:23: Sicher erlebt ihr die in ihrer Ordination, wo das Gefühl habt, Kommunikation war jetzt eigentlich wichtiger als andere therapeutische Maßnahmen?
00:07:32: Absolut.
00:07:33: Also ganz häufig ist man ja einfach, man ist nicht nur der Arzt, man ist Therapeut vom Besitzer, vom Tier, aber vor allem ganz häufig auch vom Besitzer eigentlich.
00:07:46: Und wenn es dann dem Besitzer schon besser geht, dann geht es oft dem Tier auch schon besser.
00:07:50: Das ist gut.
00:07:52: Wenn es den Besitzer gut geht, das ist selten bei uns, dass man schaut, dass man den Besitzer gut geht, dass den Patienten auch gut geht.
00:08:01: Was würdet ihr meinen, kommt es leichter zu Missverständnissen mit tierischen Patienten oder mit Menschen in der Ordination?
00:08:08: Ich kann sagen, dass es zu viel Missverständnissen kommt bei Menschen.
00:08:12: Wie es mit Tieren ist, weiß ich nicht, aber... Man wird sich mehr wahrscheinlich auf die Diagnostik verlassen, also auf die Laborwerte, auf die Befunde, auf das Hintrücken, was auch immer.
00:08:30: Wir hören uns einmal an, was die Patienten und Patienten zu sagen haben und was das für sie bedeutet, weil Schmerz heißt ja nicht Schmerz, sondern wenn ich mal reindruck und das tut's weh, dann ist das, kann ich sagen, der so und so stark.
00:08:44: Aber was das dann für den Betroffenen bedeutet, ob das jetzt lebensbedrohlich ist, ob das ein kleiner Schmerz ist oder ob das so nebenhergeht, das muss man dann der Patient erklären.
00:08:57: Also ich denke auch, es ist ganz klar der Mensch und nicht das Tier.
00:09:01: Erstens leben Tiere meistens im Hier und Jetzt, das heißt eben dieser Effekt, den das auf das Tier hat, ist nicht so langlebig, weil das weiß er jetzt blöd gesagt nicht, dass da draußen ein Ortstherum rennt, der dem hoffen kann so in die Richtung, mit Menschen ja sehr häufig Tieren.
00:09:18: die kommunizieren in erster Linie non-verbal.
00:09:21: Das heißt, der schaut mich an, der fletscht die Zähne oder der wedelt mit dem Schwanz und ich weiß auch schon, woran ich bin.
00:09:27: Und das Tier weiß aber aufgrund von meiner Mimik und meiner Körpersprache auch, woran es ist.
00:09:33: Und damit kommt es nicht so häufig zu Missverständnissen.
00:09:36: Das gibt bei Schlangen auch?
00:09:38: Schlangen sind ein bisschen anders.
00:09:40: Schlangen gehen meist in die Konfrontation, wenn ihnen warm genug ist, wenn ihnen etwas kühler ist.
00:09:46: Und in der Praxis ist es meistens etwas kühler, hat man ein bisschen leichtere Spiele.
00:09:51: Sie arbeiten ja mit Kleintieren.
00:09:52: Jetzt gibt es ja Tiere, eben Schlangen wurden angesprochen, Vögel, die keine Mimik haben.
00:09:57: Stört das?
00:09:58: Nein, das sind meist weniger domestizierte Tiere, also Tiere, mit denen wir nicht so stark verändert haben in einem Wesen, wie jetzt zum Beispiel Hunde, die sich sehr stark an uns angepasst haben.
00:10:09: Damit sind sie einfach ein Stück wilder und damit behandelt man sie auch einfach, also ob sie ein Stückchen wilder werden.
00:10:16: Bei Vögeln ist das manchmal ein bisschen anders, gerade so die ganzen Papageinfögel auras und so, das sind ganz häufig.
00:10:23: Partner von den Menschen sehen, die leider auch manchmal als Partner, weil sie fehlgeprägt sind.
00:10:29: Und da schaut die Geschichte dann ein bisschen anders aus.
00:10:31: Aber je wilder, umso einfacher sage ich jetzt einmal im Umgang, obwohl dann doch etwas vielleicht gefährlicher.
00:10:40: Aber bei uns sind die Wilden nicht so beliebt in der Praxis.
00:10:45: Stichwort emotional, emotional Herausforderungen, Schmerz.
00:10:50: Welche Situationen belasten euch am meisten?
00:10:54: in Ordination.
00:10:55: Ich denke vielleicht an Einschläge von hier, eine unbequeme Wahrheit, eine unbequeme, eine lebensbedrohliche Diagnose verkünden dort.
00:11:06: Ja, das sind sicher die Grenzgebiete und solche Gespräche.
00:11:12: Da muss man gut geschult sein und vorbereitet sein und das können.
00:11:16: Man muss sagen, das ist auch nicht an der Tagesordnung.
00:11:19: Wenn man jetzt nicht gerade auf einer onkologischen Station arbeitet, ist es selten, dass man so etwas sagt.
00:11:24: Aber man muss schon mit unbequemen... Diagnosen sagen können, das ist von Mensch zu Mensch verschieden, selbst wenn ich jemand sage, was uns auf sie haben.
00:11:34: Einen erhöhten Blutdruck, wir müssen jetzt Medikamente nehmen, der denkt, ich bin erst fünfzig und jetzt schon jeden Tag ein Medikament, dann kann das wirklich das Weltbild der Unversehrtheit, der körperlichen Integrität plötzlich zerstören.
00:11:49: Und das muss man natürlich auch mit einberechnen.
00:11:54: Man kann sagen, okay, machen wir so.
00:11:56: und dann redet man mit dem Angehörigen, mischen Sie eben das einfach, untersessen.
00:12:01: Das geht vielleicht bei den Hunden, bei den Menschen, ist es zumindest nicht legal.
00:12:07: Ja, das mit dem Untersessen mischen ist leider etwas, das wäre schön, wenn das so gut funktionieren würde, aber die meisten haben einen sehr guten Geruchssinn, das heißt, das wird dann auch einfach nicht gegessen.
00:12:17: Schwierige Situationen, das ist, glaube ich, von... Tierarzt zu Tierarzt unterschiedlich, aber das Einschlefern, also die Alternasie, ist etwas, das ich tatsächlich, ich sage jetzt einmal, in den ninety-fünf Prozent der Fälle als eine Hilfe sehe, weil ich es ja erst dann mache, wenn alles andere ausgeschöpft ist oder nicht mehr sinnvoll ist.
00:12:34: Und das ist dann etwas, das ist schon natürlich nicht schön, aber ich bin ganz froh, wenn die Leute dann... Nicht egoistisch sind, wenn jetzt die Katze schon fünftausend Leiden hat, die ich nicht mehr behandeln kann, weil es einfach nicht geht und die Dialyse pflichtig wäre, dass das dann sozusagen auch gemacht wird.
00:12:55: Das ist immer so.
00:12:55: die letzte Hilfe, sage ich das letzte Mal, nicht egoistisch sein.
00:13:00: Und das ist für die Leute schwer.
00:13:03: Da muss man auch einfach ein bisschen Trauerbegleitung machen.
00:13:06: Das braucht seine Zeit, dass das ablaufen wird.
00:13:08: Man darf weinen, man muss nicht.
00:13:10: Aber... Für mich, ich sehe das eigentlich in wirklich ninety-fünf Prozent der Fälle als Hilfe und als Gott sei Dank wenig belastend.
00:13:19: Wie gelingt euch diese Gradwandlung zwischen Professionalität und empathisch bleiben, vielleicht mit einem Beispiel?
00:13:28: Also ich kann nur sagen, dass es, glaube ich, gerade durch diese Vertrauensbeziehung, die man hat, manchmal gar nicht so schlimm ist, wenn man Ein wenig seine Gefühle zeigt, natürlich kann ich dort nicht zusammenbrechen und mithollen.
00:13:43: Wäre eine Wahnsinnige, aber wenn das ein Hund ist, den ich schon seit zehn Jahren betreue und der sehr viel mitgemacht hat und dann geht der, wenn ich da selbst einmal ein Tränchen verdrücke, dann sehen das die Besitzer ganz häufig als, oh, der tut das auch leid und das hilft, dann sind sie mit dem Schmerzen nicht so alleine.
00:14:03: Aber natürlich versucht man, dass man die meiste Zeit professionell bleibt und nicht jetzt überall, wie ein Wasserfall, losheult.
00:14:12: Ich sehe das überhaupt nicht als Widerspruch, Professionalität und Empathie, sondern im Gegenteil, es geht gar nicht anders.
00:14:19: Professionell ist nur, wer empathisch ist.
00:14:23: Gerne den Karl Rogers zitiere, den Gründer der Gesprächstherapie oder Klientenzentriertentherapie ist Empathie, echte Akzeptanz.
00:14:32: Es sind einfach drei Rüstwerkzeuge, die zwar als Soft Skills gelten neben der medizinischen Therapie, aber ohne dem ist es unprofessionell.
00:14:43: Wenn ihr in die Praxis kommt und die Wartezimmer sind voll und da ist es laut vielleicht oder eben heutzutage vielleicht weniger laut, würde die Leute sehr viel aufs Handy schauen.
00:14:53: Was freut euch da?
00:14:54: Gibt es, was ist der Gedanke?
00:14:56: Ich habe doch einen geilen Job.
00:14:57: Gibt es den?
00:14:59: Ja, natürlich.
00:14:59: Also auf der einen Seite gerade in der Veterinärmedizin.
00:15:05: Selbstständiger ist mir natürlich froh, wenn man Einkommen hat.
00:15:09: Aber es ist auch schön, dass man eben das Gefühl hat, so viele Leute kommen zu einem Schätzen, die Vertrauensbeziehung, aber auch vielleicht auch einfach den Menschen an sich und sagt, ich lasse dich jetzt an eines meiner wertvollsten Dinge und Tiere werden immer mehr zu Kinder- und Partner-Satz und ich nehme mich da selbst gar nicht aus, das gar nicht verurteilend gemeint.
00:15:28: Da ist es schon schön, wenn man das Gefühl hat, da wird einem was anvertraut, was jemand anderen ganz besonders wichtig ist.
00:15:34: Und das ist total schön.
00:15:36: Ja, das Geld ist natürlich schon eine Sache.
00:15:38: Wir haben, würde ich mal sagen, beide einen krisensicheren Job im Großen und Ganzen.
00:15:44: Weiß nicht, welche Krise da herkommen müssten.
00:15:47: Wir brauchen keine Veterinärmediziner oder Humanmediziner.
00:15:51: Corona war's nett, ne?
00:15:52: Corona
00:15:52: war's nett, ne?
00:15:53: Weiß nicht, was dann kommen müsste.
00:15:55: Vielleicht gibt's irgendetwas, wo nur mehr die Künstler systemrelevant auftreten dürfen und Ärzte nicht.
00:16:01: Ärzte müssten zuhause warten.
00:16:02: Ich weiß nicht, vielleicht kommt das.
00:16:04: Aber sonst ist es einfach... Ja, ich finde es schön, wenn ich in der Lage bin, Menschen zu helfen.
00:16:12: Das ist jetzt nicht so der große Heilanspruch.
00:16:14: Ich möchte Menschen heilen oder so etwas.
00:16:16: Sondern ich finde es einfach... Ich freue mich auch selbst immer, wenn ich gute Lösungen für alle finde.
00:16:22: Das macht ein gutes Gefühl.
00:16:24: Wenn ich reinkomme, habe ich jetzt zwar nicht... Die Achinore da, wo dann Elefant und der Schlange und der Pferd draußen wartet.
00:16:31: Aber nicht Patienten und Patienten sind auch höchst individuell sehr unterschiedlich.
00:16:37: Mich würde noch interessieren, vielleicht abschließend das Verhältnis der Berufe zueinander.
00:16:43: Ärzte gelten jetzt, wird ja oft in schwieriges Verhältnis nachgesagt, zu anderen Gesundheitsberufen.
00:16:49: Wie ist das bei den Tierärzten eigentlich?
00:16:52: werden die geschätzt, das Kollegen, oder sieht man die eher nicht auf Augenhöhe und umgekehrt, wie ist da das Verhältnis?
00:16:59: Also wir haben relativ wenig Berührungspunkte, muss man sagen.
00:17:02: Also da ist auch kein Konkurrenzdenken.
00:17:04: Wenn man sich denkt, man nimmt sich eigentlich die Kundschaft nicht wirklich weg, hätte ich jetzt gesagt.
00:17:10: Konkurrenzdenken bei uns ist eher zu den Apothekern, hätte ich aber gesagt, dass da mehr ist.
00:17:17: Aber sonst, ich meine, wir behandeln ähnliche Krankheiten, ähnliche Symptome.
00:17:25: Wenn jemand zu mir kommt mit einem Blutdruck von, keine Ahnung, zweihundertachzig zu hundertvierzig, dann, wenn das keine Giraffe ist, würde ich sagen, ist dieser Mensch krank.
00:17:37: Und das heißt, im Endeffekt ist es etwas, was abgesteckt ist.
00:17:44: Und Tierärztinnen und Ärzte arbeiten in einem anderen Bereich und dadurch kommen sie in die Querei so.
00:17:50: höchsten Respekt vor den Tierärzten.
00:17:53: Ich glaube, bei der Doktor und das liebe Vieh hat es dann doch einiges an die Vereinsen gegeben, wo die Bauern, die Humanmediziner eher, glaube ich, minder geschätzt haben, weil es gesagt haben, das braucht eine, die brauchen ja irgendwo ein, der bei der Geburt eines Kalbs hilft.
00:18:15: Ja, das Verhältnis kann manchmal etwas angespannt sein.
00:18:17: So haben wir kaum Berührungspunkte, das stimmt.
00:18:19: Wo wir Berührungspunkte haben, ist, wenn Humanmediziner mit ihren Tieren zu uns in die Praxis kommen.
00:18:25: Und da wird es fairerweise ganz oft sehr eng, weil da wahrscheinlich auch, man hat so diesen Fluch des Wissens wahrscheinlich als selber als Humanarzt und denkt so, okay, man, das ist so viel anders.
00:18:37: Ist ja nicht, ist es auch tatsächlich häufig nicht.
00:18:41: Allerdings dann doch.
00:18:42: Und dann wird es schwierig manchmal.
00:18:44: den Humanarzt zu überzeugen, dass er bitte das macht, was man sagt.
00:18:49: Also ich behandle mich gut hin und wieder behandle mich selber.
00:18:51: Ich gebe es so, aber ich behandle nicht meinen Mann oder meine Mutter.
00:18:55: Ja, also da höre ich dann auch auf das, was der Humanarzt zu denen sagt.
00:19:00: Ja, solange die Nase kalt ist vom Mann, ist gut, oder?
00:19:02: Kalt und feucht, ja.
00:19:04: Alles gut, braucht man nichts machen.
00:19:07: Gibt es irgendetwas, was Sie von dem anderen Bereich, das sind getrennte Bereiche, übernehmen würden, gern?
00:19:16: Die Versicherung wäre super, das wäre ganz toll.
00:19:19: Wenn ich nicht um jeden einzelnen Blutwert kämpfen müsste, wenn da jetzt die Katze schon im Nierenversagen ist und die Augen schon kreuzt, das wäre ganz spitze.
00:19:30: Das würde ich gerne übernehmen.
00:19:33: Hat der Privatpatienten.
00:19:39: Sagen Ronny Tegel und Sandra Purin, danke für dieses Gespräch.
00:19:43: Danke.
00:19:44: Danke auch.
00:19:45: Wir haben gesehen, dass Human und Tiermedizin mit unterschiedlichen Patienten arbeiten, aber doch viele Parallelen aufweisen von der Diagnostik über die Kommunikation bis hin zu den verschiedenen emotionalen Herausforderungen.
00:19:56: Die Unterschiede zeigen sich dort, wo Tiere nicht für sich selbst sprechen können und die Halter eben eine wichtige Rolle einnehmen.
00:20:03: Gemeinsam bleibt, aber im Mittelpunkt steht das Wohl der Patienten menschlich oder Tierisch.
00:20:10: Vielen Dank noch einmal an euch beide für das Gespräch und Ihnen draußen fürs
00:20:18: Zuhören.