00:00:00: Wie häufig sehen Sie Handtavirus-Infektionen in der Klinik oder in der Praxis?
00:00:05: Also ganz genau wissen wir das noch immer nicht, warum die Steiermark so stark betroffen ist.
00:00:08: Wir wissen aber dass in umliegenden Ländern oder Regionen diese Virusinfektion hier stark verbreitet sind.
00:00:15: also das ist in Slowenien und Kroatien auch so.
00:00:18: Interessanterweise in Tirol eher nicht.
00:00:20: dafür war wieder in Bayern oder auch im Baden-Württemberg in Deutschland.
00:00:24: Warum manche Regionen jetzt eben so viele Handevirusinfektionen haben?
00:00:28: Manche eher weniger sind noch nicht restlos gekleiert.
00:00:30: Es gab einmal Untersuchungen von einem Kollegen aus Wien, der die Rötelmäuse, den Überträger von dieser Virusinfektion untersucht hat und dort man gesehen, dass eigentlich die Röttelmäus in ganz Österreich vorkommen.
00:00:41: Und auch in ganz Österreich die Viren in sich tragen.
00:00:43: also die Infektionskrankheit selbst kommt eigentlich bei der Maus überall vor.
00:00:48: Man könnte sie ja auch somit in ganz österreich anstecken.
00:00:50: aber es gibt eben diesen Hotspot in der Steiermarken in Kärnten Und das muss man sich noch genauer anschauen, warum das eigentlich so ist.
00:00:57: Da brauchen wir doch große sogenannte seroepidemologische Untersuchungen und es wirklich genauer erforschen zu
00:01:03: können.".
00:01:03: Sie hören den Hörgang MedUniGradz – dem Podcast von Springer Medizin gemeinsam
00:01:09: mit der MedUnicradz.
00:01:11: Mir war richtig zum Sterben daher bin ich dann zum Arzt gegangen.
00:01:14: So schilderte ein Bauer aus der Nähe von Bad Waltersdorf die Symptomatik oder die anzeichen seine Infektion mit dem seltenen Hunter-Virus, wie sich dann später herausgestellt hat.
00:01:24: Passiert ist das Ganze bei einer ganz normalen Tätigkeit beim Aufkehren auf seinem Hof in seiner Scheune im Maschinenhalle.
00:01:32: Ganz genau konnte man das nicht rekonstruieren.
00:01:35: Jedenfalls ist es im Frühling passiert und es wurde Staub aufgewirbelt.
00:01:39: Das sind zwei entscheidende Faktoren.
00:01:41: Und plötzlich wurde damit aus seinen normalen Täthigkeiten ein Gesundheitsrisiko.
00:01:47: Der Staub war nämlich kontaminiert mit dem Kot einer Mausart der Rötelmaus, den wichtigsten Überträger des Hunter-Virus bei uns.
00:01:56: Die Variante des Virus die in Österreich auftritt, die führt nicht unbedingt zum Tod sowie im Fall der Frau von Schienheikmann im Vorjahr in den USA aber harmlos ist die heimische Variante keineswegs.
00:02:08: Denn gerade jetzt beginnt die Risikozeit.
00:02:11: es ist Frühling, Gartenarbeit steht an, Dachbödengaragen schupfen überall wird gekehrt und gerechnet.
00:02:17: Und genau dabei kann es passieren, dass man Virenpartikel einatmet – natürlich ohne es zu merken!
00:02:25: Aber wie groß ist diese Gefahr wirklich?
00:02:27: Und was bedeutet das konkret für unseren Alltag?
00:02:30: Darüber spreche ich heute mit dem Infektiologen Robert Krause von der Medizinischen Universität Graz.
00:02:37: Herr Prof.
00:02:38: Krause, Sie beschäftigen sich seit Jahren nicht nur aber auch unter anderem mit Hunter-Virus-Infektionen?
00:02:45: Wie sind sie eigentlich zu diesem Thema gekommen?
00:02:48: Ja ich habe da auch immer wieder nachgedacht wie es dazu gekommen ist.
00:02:52: ein Grund ist ganz sicher die lokale Epidemologie dieser Infektionskrankheit in Österreich.
00:02:59: wenn man sich die Verbreitungskarten diese Infektion Krankheit anschaut sieht man dass besonders die Steiermark der Großraum Graz, die Südoststeiermark aber auch die Region Richtung Kärnten also Packeregion Lavantal und so weiter besonders betroffen ist.
00:03:14: Also hier treten Patienten auf, die so eine Infektion haben und somit muss man sich zwangsläufig als Infektiologe mit dieser Erkrankung beschäftigen und bei der Beschäftigung mit diesen Infektionskrankheiten einige ganz interessante Charakteristiker dieser Erkrankung, aufgetreten beispielsweise diese Augenbeteiligung über die wir vielleicht noch sprechen werden oder andere Punkte, die diese Infektionskrankheit ganz besonders machen.
00:03:39: Und da haben wir uns eben wissenschaftlich für diese Infektionskrankheiten interessiert und haben begonnen hier unterschiedliche wissenschaftliche Projekte zu starten und dann auch durchzuführen und zu publizieren.
00:03:49: Bevor wir zu den Risiken kommen was ist das Handlervirus überhaupt?
00:03:54: Warum bezeichnet man es als Emerging Virus?
00:03:59: Ja, und seit wann kennt man das überhaupt in der Forschung.
00:04:01: Die Hunterviren gehören zur großen Gruppe der Bunjavieren.
00:04:05: Das sind die bestimmte Viren, die eben bei Menscheninfektionen machen können.
00:04:10: Und die Huntervieren sind eigentlich so eine Beschreibung der Erkrankungen schon längere Zeit bekannt.
00:04:18: Es gibt ja Hunterviern oder bunjavieren, die in der sogenannten alten Welt auftreten.
00:04:25: Also Europa, Asien und dann gibt es auch hantavierende Neuenwelt auftrehten.
00:04:30: Das sind die amerikanischen Hantaviren.
00:04:32: Und wenn man da in alte Schriften schaut beispielsweise der Menschen, den Nordern Südamerika immer schon gelebt haben.
00:04:40: Dann haben die Erkrankungen beschrieben wo Personen plötzlich krank geworden sind und ein Lungenversagen bekommen haben.
00:04:47: Das hat man damals beschrieben mit, die Menschen kriegen keine Luft, haben Fieber und sterben dann sehr schnell.
00:04:52: Das waren eben die frühen Beschreibungen von den Navajo-Indianern, die diese Erkrankung eigentlich schon beschrieben haben was da passieren kann.
00:05:00: Und das hat dann sehr lange gedauert bis in Amerika draufgekommen ist was das für eine Infektionskrankheit ist.
00:05:06: In der alten Welt, also in Europa und in Asien gab es in Findland viele Fälle vor allem in Südkorea Und oft hat sie dann leider mit Kriegerischen auseinandersetzungen zu tun, dass auch eine Medizin etwas Neues entdeckt wird und dann eben Aktivitäten dafür oder dagegen unternommen werden.
00:05:23: Und da haben wir gesehen das bei den Korea-Kriegen Soldaten erkrankt, die in der Nierenversagen bekommen haben.
00:05:30: Das war eben in der Nähe des Flusses Hantan, der an der Namensgeber war für diese besonderen Viren.
00:05:37: Sie haben es mir jetzt angedeutet.
00:05:39: Sie arbeiten in einer der am stärksten betroffenen Regionen in Österreich.
00:05:43: Woran das liegt?
00:05:44: Ich würde sagen, es liegt am Waldanteil, aber das werden Sie besser wissen.
00:05:49: Wie häufig sehen sie Handtavirusinfektionen in der Klinik oder in der Praxis?
00:05:54: Ganz genau wissen wir das noch immer nicht, warum die Steiermark so stark betroffen ist.
00:05:57: Wir wissen aber, dass in umliegenden Ländern und Regionen diese Virusinfektion hier stark verbreitet sind – also das ist in Slowenien oder Croatia auch so.
00:06:07: Interessanterweise in Tirol eher nicht, dafür war wieder eben Bayern oder auch im Baden-Württemberg in Deutschland.
00:06:13: Also warum manche Regionen jetzt eben so viele Handelwehrungsinfektionen haben und manche eher weniger?
00:06:17: es noch nicht restlos gekleiert?
00:06:19: Es gab einmal Untersuchungen von einem Kollegen aus Wien, der die Rüttelmäuse, den Überträger von dieser Virusinfektion untersucht hat und dort man gesehen, dass eigentlich die Rütelmäus in ganz Österreich vorkommen.
00:06:30: Und auch in ganz österreich die Viren in sich tragen.
00:06:32: also die Infektionskrankheit selbst kommt eigentlich bei dem Maus überall vor.
00:06:37: Man könnte sich auch somit in ganz Östereich anstecken.
00:06:39: aber es gibt eben diesen Hotspot in der Steiermarken in Kärnten Und das muss man sich noch genauer anschauen, warum das eigentlich so ist.
00:06:46: Da braucht man doch große sogenannte seroepidemologische Untersuchungen, um es wirklich genauer erforschen zu können.
00:06:53: Bleiben wir bei einer ganz typischen Situation.
00:06:55: Wir haben jetzt Ende März kurz vor Ostern viele Kerne oder haben vor in... Gartenhütte zu reinigen oder sonstige Reinigungsarbeiten zu machen in nächster Zeit.
00:07:09: Und ja, natürlich da wird Staub aufgewibelt.
00:07:11: was passiert dabei aus infektiologischer Sicht?
00:07:14: Das Problem im Hinblick auf die Hand der Virusinfektion ist dass sich eben in diesem Staub-Maus Ausscheidung befinden kann also Kotor auch Urin.
00:07:24: und wenn diese Mausausscheidungen Kontaminiert sind mit den Hunterviren, dann kann eben dieser aufgewirbelte Staub eingeatmet werden oder man bekommt ihn in die Augen.
00:07:32: Oder man hat direkt diesen Staub, diesen Schmutz auf den Fingern und greift sich in die Auge oder auf Schleimhäute in den Mund beispielsweise Und dann können Huntervieren übertragen werden und dann könnte man so eine Huntervirusinfektion bekommen.
00:07:46: Sie haben vorhin gefragt, wegen der Häufigkeit.
00:07:47: Das passiert natürlich nicht jetzt jeden Tag aber es schwankt in Österreich die Häufigkeit bei uns in Regionen eben auch und wir haben zwischen fünfzehnundzwanzig Fälle pro Jahr was nicht sehr viel ist oder manchmal bis über zweihundert Fälle per Jahr was dann schon sehr sehr vieles.
00:08:02: Auch diese Schwankung ist nicht ganz gut erklärt.
00:08:05: man nimmt an dass die Mauspopulationen in manchen Jahren stärker sind, somit dann mehr Überträger da sind und mehr Kontakt von Mausausscheidungen zu den Menschen dann möglich ist.
00:08:17: Und deswegen mehr Infektionen auftreten.
00:08:19: Wenn wir es gesagt normalerweise immer eine Maske tragen aber wenn man weiß wie oft man sich ins Gesicht greift, dann nützt mir sozusagen die Maske oder in die Augen auch natürlich, dann nutzt mit der Maske auch nur bedingt
00:08:32: Das ist richtig.
00:08:32: Also der direkte Kontakt, die direkte Inokulation wie wir sagen in den Körper ist durch die Maske natürlich dann nicht zu verhindern wenn man sich in die Augen greift.
00:08:42: beispielsweise aber das ist einatmen von Staub wird doch durch die maske verhindert und man kann noch etwas machen und zwar kann man natürlich vorher Flüssigkeit aufsprühen Fläche, die man dann kehrt oder die man säubert.
00:08:57: Und man kann sogar an diese Empfehlungen in Amerika, weil es dort viel viel gefährlich ist wenn man eine Handdevirusinfektion bekommt, also die Todesrate bei ungefähr vierzeh bis fünfzig Prozent.
00:09:06: Dort wird auch empfohlen eine hypochlarinische Lösung aufzusprühen.
00:09:11: Das klingt ein bisschen kompliziert, aber das ist einfach ohne Zwerbung zu machen.
00:09:15: Ein klarhaltiges Reinigungsmittel, wie man es alle kennen und bei den diversen Drogeriemärkten kaufen kann.
00:09:20: Es gibt sehr unterschiedliche Farben da duftest egal.
00:09:23: Wichtig ist nur dass Chlor drinnen ist.
00:09:25: Also das Einatmen von kontaminierten Staub ist tatsächlich der überwichtigste Übertragungsweg?
00:09:31: Genau!
00:09:31: Richtiges ist der Staub.
00:09:32: Wenn sich jemand infiziert, wie äußert sich das typischerweise?
00:09:35: und woran erkenne ich jetzt?
00:09:37: als Leie, dass etwas anderes ist als die Grippe?
00:09:42: beginnen zu die Krankheit ähnlich wie ein kreballer Infekt oder wie bei einer Krippe.
00:09:46: Das heißt, man hat eine Müdigkeit, Matlichkeit und Abgeschlagenheit nach einigen Tagen, wenn man sich infiziert hat auch im Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen können auftreten.
00:09:56: Und was eben bei dieser Erkrankung anders ist im Vergleich zu allen anderen Infektionskrankheiten Ist eine ganz bestimmte Bedeiligung und Symptomatik von den Augen.
00:10:06: Man wird nämlich temporär also nur kurz über wenige Tage Kurzsichtig.
00:10:11: Man kann die Zeitung nicht mehr so lesen, man hat vielleicht auch Farbsäßstörungen und diese Veränderung der Augen, dies battoknomonisch sagen wir sie wirklich hinweisend auf diese Infektionskrankheit oder gibt es gar keine andere Infektionkrankheiten dann in Frage kommt?
00:10:25: Und das für sein erster Hinweis,
00:10:26: d.h.,
00:10:27: wenn ich krippale Symptome habe plus eine Sehstörung, da ist es schon ziemlich aufgelegt dass das so eine Handtivirusinfektion sein könnte.
00:10:34: Es kann einen späteren Verlauf noch zu einer Nierenschädigung führen, die man dann durch vermindere Haenausscheidung bemerken könnte.
00:10:42: Aber gut erkennen kann man das eigentlich nur mal bei einer Labor untersuchen.
00:10:45: Also wenn man eine krippale Symptomatik hat nach so einer Tätigkeit Keller aufgeräumt Gartenschuppen aufgerräumt Die Berghütte hergerichtet für den Sommer und dann wird man krank Dann muss man nachschauen ob es nicht eine Handi-Virusinfektion sein könnte.
00:11:00: Sehen Sie und diese Information von wegen Kurzsichtigkeit, die habe ich bei der Recherche nirgends gefunden.
00:11:05: Also es zahlt sich doch aus hin und wieder auch ein Podcast zu hören!
00:11:11: Wie häufig kommt das eigentlich zu schweren Verläufen?
00:11:14: Als wir um das untersucht haben mittlerweile eine große Handevirus-Kohorte in die wir seit vielen vielen Jahren eben jetzt verfolgen.
00:11:21: Da sind ja sehr knapp über tausend Patienten drinnen klinisch beschreiben können, also welche Beschwerden wir haben, wie lange dem Krankenhaus waren und wie schwer die Verläufe auch waren.
00:11:31: Und da wissen wir das ungefähr zehn Prozent der Patienten, die ins Krankenhaus kommen mit einer Handdevirusinfektion aufgenommen werden müssen – also die so schwer krank sind, dass sie ins Krankenhaus kommen müssen – dann auch auf den Intensivstationen landen.
00:11:44: Das heißt, die Intensifaufnahmequote ist ungefähr zehn prozent, was nicht wenig.
00:11:49: Sie ist die Todesrate, Gott sei Dank, gering bei dieser Infektion unter ein Prozent.
00:11:54: Aber wir sehen heute leider wegen der Menge der Infektionen, die bei uns auftreten, doch immer wieder dramatische Verläufe mit auch Lungenversagen, Nierenversagen und Multiorganversagen.
00:12:05: Beeinträchtigung des Gehirns.
00:12:06: Und ab und an ist doch eine Vergangenheit verstorben einer von den Handevirus-Patienten.
00:12:13: Wo werden die in Graz behandelt?
00:12:14: hier bei Ihnen?
00:12:15: Genau, das sind wir uns auf der Intensivstation.
00:12:18: Hier erkläre ich einen Stock tiefer und da haben wir natürlich wenn man so viele Fälle sieht mittlerweile auch eine entsprechende Expertise über die Jahre und bestimmte Behandlungsalgorithmen.
00:12:29: es gibt leider kein direkt wirksames Virus Medikament.
00:12:32: aber man kann natürlich die Probleme die auftreten dann speziell behandeln sei es durch ein nierner Satzverfahren durch eine spezielle Beatmung durch auch Medikamente Durchlässigkeit der kleinen Blutgefäße wiederherstellt.
00:12:47: Es kommt nämlich bei der Hande-Virusinfektion zu einer Entzündung der kleinsten Gefäße, so einen sogenannten Endotilitis und damit dann zu einem Ausströmer von Gewebsflüssigkeit in die Lunge ins Gehirn oder den anderen Organe und deswegen eben auch zur dieser Fehlfunktion diese Organe.
00:13:03: Wenn man weiß wie das funktioniert kann man das eben dann auch behandeln.
00:13:07: Stichwort Behandlung, viele Infektionskrankheiten kann man heute gezielt therapieren.
00:13:11: Wie schaut das beim Handlervirus aus?
00:13:13: Also ein direktes Virusmedikament für die Behandlungen dieser Virusinfektion haben wir nicht!
00:13:19: wie es beispielsweise bei den Influencer oder bei Zythomegalivirus oder bei anderen oder bei HIV möglich ist.
00:13:26: Wir können derzeit nur die Organschäden, die Auftritten behandeln, Organe ersetzen, können Komplikationen behandeln – wir wissen das beispielsweise wie bei der Influenza und bei Covid auch.
00:13:39: Bildsinfektionen auftreten als Kompliktion also kann zu einer bildslungenen Zündung kommen.
00:13:43: Auch das kann man alles, wenn man es einmal weiß, eben diagnostizieren, behandeln.
00:13:47: Das funktioniert aber in Direkt.
00:13:49: des virusdatisches Medikamentes gibt es derzeit nicht.
00:13:52: Man hat in Südostasien versucht, eine Zeit lang Riba-Virin zu verwenden.
00:13:57: Das ist überhaupt so ein Virusmedikament das immer wieder verwendet wird.
00:14:00: Wenn nichts anderes da ist dann wird das probiert.
00:14:02: Es ist so eine medizinhistorische Geschichte.
00:14:05: Das funktioniert leider bei den Hunterviren nicht.
00:14:07: Welche Organe sind typischerweise betroffen und Infektion?
00:14:10: Es gibt, wenn man sich diese Hunter-Virus-Infektion anschaut zwei große Gruppen wobei es da natürlich Überlappungen gibt.
00:14:16: Das eine ist der sogenannte Hunter-virus-Renale-Syndrom oder hemeragesches Fieber mit renalem Syndrom, wo eben vor allem die Niere betroffen ist, die steckt im Namen schon drinnen und wo es zu Blutungen kommen kann aus den Körperöffnungen.
00:14:30: Und die andere Erkrankung ist das sogenannte Hantavirus-Pulmonale-Syndrom, das vor allem in den USA auftritt und durch diese Sinn-Nombri-Viren verursacht wird.
00:14:41: Es gibt aber da Überschneidungen – also bei uns.
00:14:44: die Hantiviren, die Pumalaviren, wie wir sehen machen nicht nur eine Nierenschädigung heißt auch Nephropathiaepidemiker, also epidemische Niergeschädigung könnte man sagen.
00:14:57: Die kann eben auch zu einer Lungenbeteiligung führen.
00:14:59: Z.B.
00:14:59: bei ca.
00:14:59: etwa von rund um zwei bis dreißig Prozent gibt es sehr gute Daten aus Gratien, somit sehen wir auch Patienten mit einem Lungeversagen bei Pommalervirusinfektion und muss das immer auch wissen als Arzt, dass die Patienten mit einer Atemnot auch eine Pommala-Virusinfektion haben können?
00:15:16: Wir haben das auch einmal untersucht bei uns.
00:15:17: Da gibt es einen Risiko Skur an welche Patienten besonders gefährlich sind dann auf den Intensivstationen zu landen.
00:15:22: Der Kollege Hartzler hat eine Untersuchung gemacht Eine Dyspnö, das ist das was der Patient merkt.
00:15:29: Da ist eine erschwerte Atmung als Risikofaktor gemäß dem Laborbarameter dann eher auf die Intensivstation.
00:15:36: Das sind die schweren Verläufe.
00:15:38: Wie haben wir gesagt?
00:15:38: Die Steinmerks in Hotspot melden sich bei ihnen niedergelassene Kollegen und sagen ich hätte einen Verdacht aber ich bin mir nicht sicher.
00:15:46: Genau das passiert, weil die Infektionen auch häufig sind bei uns.
00:15:50: Die Kolleginnen und Kollegen aus meiner Sicht sehr gut geschult.
00:15:53: Die kennen das Infektionskrankheit.
00:15:54: Die haben ja auch Radar könnte man sagen als Differenzialdiagnose.
00:15:58: Und hinterher machen sie die Diagnostik dann selber.
00:16:00: Man kann eben Blut in bestimmte Labors schicken wenn die Infektion nicht besonders schwer verläuft Und sonst, wenn Verläufe da sind, die schwerer sind und bestimmte Organbeteiligungen vermutet werden.
00:16:13: Dann wären solche Patienten zu uns in den Notfallaufnahmen oder Direktionsgeschickt für eine entsprechende Untersuchung, Testung und dann auch Therapie.
00:16:20: So bekommen wir die Patienten
00:16:21: an.
00:16:22: Sie forschen ja selbst sehr intensiv an diesem Virus.
00:16:24: besteht Hoffnung auf Impfstoffe oder sogar auf neue Therapien?
00:16:29: Das wäre eigentlich unser Ziel, dass wir etwas entwickeln im Herstellen womit wir den Patienten besser helfen können.
00:16:38: Derzeit gibt es ja kein Virus-Datikum und wir haben gelernt wie denn der Covid-Zeiten davor auch das manche Antikörpertherapien für bestimmte Infektionskrankheiten sinnvoll sein können.
00:16:51: und da haben wir mit Kollegen in den USA gemeinsam Kolleginnen und Kollegen eine untersuchen jetzt gemacht habe eben Antikörper, die die Patienten bei uns entwickeln durch eine pomale Virusinfektion auch kreuzprotektiv wären.
00:17:06: Also schützen würden vor den Handtiveros-Infektionen in den USA und das ist tatsächlich der Fall.
00:17:12: also es passiert ein pomal virus.
00:17:14: Patient hat somit eben auch schützende Antikörper gegen andere handtavieren.
00:17:20: Nach dieser Untersuchung könnte man ja weiter hypothetisieren, wenn man diese Antikörper dann produzieren könnte und das wäre technisch möglich.
00:17:28: Dann hätte man eine sogenannte passive Immunisierung, also einen Antikörper, den man als Therapeutikum verwenden könnte.
00:17:35: oder braucht es natürlich noch viele viele Untersuchungen ob nicht die Zufuhr eines Antiköpers dann eben auch negativ sich auswirkt?
00:17:42: Könnte nämlich sein!
00:17:43: Also da brauchts noch viele Untersuchen davor, auch Tierversuchsdaten
00:17:46: usw.,
00:17:47: bis man da wirklich ein Präparat produzieren kann und da noch zur Verfügung hat, aber so in diese Richtung könnte das ungefähr gehen.
00:17:54: Gibt es ein Vorhersagemodell?
00:17:57: So nach dem Muster – es war im Wilder Winter oder es war ein Mastjahr bei der Buche oder bei der Eiche.
00:18:04: gut für die Rötelmaus schlecht für das Handtavirusrisiko?
00:18:08: Man vermutet dass eben Erwärmung, die wir ja alle merken auch zu einer vermehrten Rüttelmaßpopulation führt.
00:18:17: Also tennenziell niemand handte wie in Europa zu.
00:18:20: deswegen sind es auch emerging infections Und es gibt zwischenzeitlich eben alle drei bis vier manchmal fünf Jahre diese wirklich extremen Ausreise mit hunderten Fällen.
00:18:30: Und da wird ihm vermutet, dass milde Winter davor zu einem vermehrten Nahrungsangebot für die Rötelmäuse geführt haben – das sind in dieser Bucheckerl, die sie auch erwähnt haben und die Rötelmeuse gerne haben – die Wohners auf dem Waldesrand.
00:18:41: ziehen dann in Richtung menschlicher Behausung ein, suchen dort auch noch nach Nahrung.
00:18:45: Ziehen damit eine Ritur in den Wald und laden aber bei dieser Suche eben Mausausscheidungen ab in den Räumern – und da kann man sich ihm anstecken!
00:18:53: Und die Vermutung ist eben dass diese vermehrte Mauspopulation dazu führt das mehr Mausauscheidung herumliegen und sich Menschen erleichtert infizieren können.
00:19:02: Ja also sie haben völlig recht, es wird dem vermutet, dass diese klimatischen Bedingungen zu vermehrten Infektionen führen können?
00:19:09: Wenn es keine spezifische Therapie gibt, wird natürlich die Prävention wichtig.
00:19:13: Was sind die wichtigsten Maßnahmen für Menschen, die jetzt draußen im Freien arbeiten?
00:19:20: Ich glaube ich kann das Datum sagen Ende März und jetzt kommt dann der Frühjahrsputz.
00:19:26: Jeder fangt jetzt wieder an einem Garten.
00:19:27: wenn man einen hat eben herum zu arbeiten, Garten wieder vordermann zu bringen, Gatenhütten auszuräumen, Berghütten wieder vorzubereiten für den Frühling und für die Sommerzeit Und das sind eben die Tätigkeiten, wo man sich infizieren kann.
00:19:42: Wenn dort Staub aufgebibelt wird und wie vorher schon besprochen wäre mir hier die Maßnahme dass man einerseits diese Flächen befeuchtet, dass man eventuell auch Chlorlösungen aufsprüht gibt es immer Anleitungen im Internet dem er sich suchen kann Und dass man auch, wenn es wirklich massiv staubt und man das nicht verhindern kann eine Mundmaske trägt.
00:20:01: Und sich ihm auch die Hände ordentlich wäscht damit eben die Übertragung der direkte Inokulation auf Schleimhäute in Schleimmhäut demmöglichst verhindert wird.
00:20:10: Wenn wir dann trotzdem krank werden würde, kann ja leider passieren, wenn man Becher hat, dann sollte man den möglichst bald zum Arzt gehen zu Ärztin gehen und eine Handtivirus-Testung durchführen lassen.
00:20:20: Wir haben ja alle, die meisten von uns, die ein oder andere FFP-Zweiermaske noch zu Hause liegen – man kriegt sie gar nicht mehr so leicht!
00:20:28: Ist das Tragen hier sinnvoll?
00:20:30: Genau, die würde ich verwenden.
00:20:31: also das wäre auch ein guter Verwendungszweck für eine Maske, die man auch herumliegen hat.
00:20:36: Sehen Sie dass Handtavirus als Teil eines größeren Trends, also zu Nosen, die durch Umweltveränderungen häufiger werden?
00:20:44: Ja, absolut.
00:20:45: Also wir hatten gerade den Infektionskongress letzte Woche in Saalfelden von der österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin und er hat sich speziell eben diesem Thema One Health gewidmet wo es ihm darum geht wie Umwelt-, Tiermedizin- und die Medizin im Menschen zusammenhängt und das eben auch diskutiert worden, wie die klimatischen Veränderungen Infektionskrankheiten beeinflussen.
00:21:09: Und was wir sehen ist dass beispielsweise Denkevirusinfektionen oder auch Chikungunya-Virusinfektionern weiter in den Norden wandern – nämlich nicht infektion selber, aber der Wert regert diese Infektionkrankheit.
00:21:21: Das sind bestimmte Stechmückenarten.
00:21:24: Wenn man es zurückgeinnern, es gab ja Autochdone,
00:21:27: d.h.,
00:21:27: in jeweiligem Gebiet erworbernde Chikonguna-Virusinfektion in Triest Da ist das nicht so weit weg von der südlichen Steiermark, die sind Luftlinie eben nicht vielleicht zwei oder drei Stunden.
00:21:40: Oder Autofahrt zwei bis drei Stunden und diese Infektionen werden auch Österreich kommen.
00:21:44: Das heißt es ist ein größerer Trend, der da ist und die Handelvirusinfektioner sind dem auch mit dabei, auch wenn die Übertragung ganz eine andere ist.
00:21:52: aber das Klima spielt eben auch eine Rolle Und das wird unsere Zukunft sein, dass wir neue Infektionskrankheiten haben, die wir vorher nicht hatten in unserer Region und mit denen müssen wir einfach versuchen umzugehen.
00:22:02: Wenn Sie eine Botschaft formulieren müssten, was sollten unsere Hörerinnen und Hörern nach dieser Episode mitnehmen?
00:22:08: Ich glaube sie haben auch sogar etwas vorbereitet.
00:22:11: Erstens dass die Handdevirusinfektionen in Österreich wichtig sind dass die auswissenschaftlicher Sicht sehr spannend interessant sind.
00:22:19: Wir werden weitere Forschungen machen, weil wir natürlich hier Ergebnisse liefern wollen, die für die Bevölkerung nützlich und nutzbar sind.
00:22:29: Dieser Podcast kann ein Tool sein, das man versucht diese Handdevirusinfektionen zu verhindern durch diese einfachen Maßnahmen Und insgesamt, dass eben wir Neuinfektionskrankheiten bekommen werden.
00:22:43: Die in den nächsten Jahren auftreten, wo wir leider auch noch keine Therapie haben.
00:22:47: Also Chikungunya gibt es keine Therapien, Denke gibt's keine Therapies.
00:22:50: Es gibt zwar hier Impfstoffe aber leider keine Therapier.
00:22:53: Das war Robert Krause von der Medizinischen Universität Graz.
00:22:57: vielen Dank für das Gespräch!
00:22:59: Vielen Dank für die Einladung und alles Gute!
00:23:03: Der Podcast von Springer Medizin gemeinsam mit der Mietuni Graz.