Hörgang

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00:00:00: Wir haben Dienstag, Dreißigsten Juni.

00:00:01: Wir sind auf der Dona Insel und es hat heute um neun Uhr schon siebenundzwanzig Grad.

00:00:07: Wir erwarten noch zehn Grad mehr!

00:00:10: Mein Name ist Martin Krenik-Burger.

00:00:12: ich bin hier im Begleitung des Pollenpaares der Met Univien Katharina und Maximilian Bastl.

00:00:19: Guten Morgen!

00:00:20: Guten Morgen.

00:00:21: Guten Morgens.

00:00:23: Gemeinsam trotzen wir heute da Hitze?

00:00:25: Wir sind dafür einigermaßen gut adjustiert.

00:00:28: Exklusionsausrüstung ist dabei.

00:00:30: Sonnenschutz haben wir so einen Hut und trotzdem stellt sich hier doch eine entscheidende Frage, was genau tun wir hier?

00:00:38: Warum sind wir nicht in der Badehose am See sondern suchen hier einen ganz bestimmten Baum?

00:00:44: Wir sind unterwegs auf der Dona Insel weil wir hier besonders gut den Götterbaum sehen können auch wie er sich hier ausgebreitet hat.

00:00:53: Was is dem Götternbaum der so einen schönen Namen trägt, grundsätzlich so schlimm?

00:00:58: als Allergen ist er ja nicht so bekannt.

00:01:01: Das stimmt, dass Allergene sich hierzulande noch nicht so bekannt?

00:01:04: Das ist aber ganz anders.

00:01:05: in Asien wo eigentlich eines der Hauptallergene vor allem im urbanen Bereich ist und dadurch das der Götterbaum ein invasiver Neofütis also sich bei uns auch recht stark verbreitet und vor allem Hitzeinseln und die städtische Infrastruktur liebt könnte das auch bei uns in Zukunft ein Problem werden.

00:01:21: Was ihn besonders macht, ist dass er nicht rein windbestäubt ist.

00:01:25: Die Hauptallergene bei uns in Österreich sind ja alle Windbestäubs.

00:01:32: Der Götterbaum ist Insekten bestäubtt und sogenannt sekundärwind.

00:01:36: bestäuptt oder kompliziert genannt Ambofil bedeutet Er kann sowohl durch Insekte als auch durch Wind bestäuft werden.

00:01:45: Also er kann sowoll Rock and Roll weil wir hier auf der Donauinsel sind?

00:01:49: Ganz genau!

00:01:50: Wie weit müssen wir heute laufen, um Götterbäume auf der Donnerinsel zu finden?

00:01:57: Also wie man sieht hier gar nicht weit.

00:01:59: Weil gleich gegenüber steht ein ganz großes Exemplar.

00:02:02: Das dürfte ein Zwitter sein weil er hat zum Beispiel Samen drauf aber nicht so viele.

00:02:08: und das ist eine weitere Besonderheit von dem Bau.

00:02:09: es gibt rein männliche, rein weibliche und auch zwittrige Exemplare

00:02:13: d.h.,

00:02:14: es können reinmännliche Blüten, reinweibliche Blütte oder beides auf einem Baum vorkommen.

00:02:18: Dementsprechend kann man das auch immer an der Wuchsform.

00:02:21: Und dann, wenn die Samen schon da sind und ganz gut sehen ... Da wird sie zu meinen Twitter handeln, weil er hat nicht so viele Samen drauf!

00:02:28: Warum der Götterbaum unter den Allergenen noch ein Sonderfall ist?

00:02:33: Wie unangenehm sein Pollen werden kann.

00:02:36: all das und mehr fahren wir gleich bei der nächsten Station.

00:02:39: Ich würde sagen, wir marschieren jetzt los.

00:02:41: Los geht's!

00:02:45: Hörgang mit Uni Wien Der Podcast von Springer Medizin, gemeinsam

00:02:49: mit der Met-Uni

00:02:50: Wien.

00:02:52: Durch die Sendung führt sie Martin Burger.

00:02:57: Lange mussten wir tatsächlich nicht suchen, nur wenige Meter entfernt vom U-Bahn-Station stehen wir schon vor einem Exemplar des Götterbaums direkt am Ufer der neuen Donau und ein bisschen verwartagelt schaut das schon aus muss man sagen.

00:03:15: Woran liegt das?

00:03:18: Also vital, würde ich sagen ist er nicht.

00:03:21: Ja also wahrscheinlich wurde dieses Exemplar geimpft und zwar mit einem Stoff den man Eilantex nennt.

00:03:28: das ist ein Welkpilt der Vetticillium Und der sorgt dafür dass die Leitbündel im Götterbaum blockiert werden.

00:03:36: Das heißt der Baum kann weder Wasser noch Nährstoffe in die Krone transportieren und stirbt langsam ab.

00:03:43: Ich kann mich erinnern von meinem Biologiestudium.

00:03:46: Wir mussten uns auf Exkursionen vorne oder neben eine Pflanze in einem Baum einen Stauch stellen und alles, was uns eingefallen ist dazu erzählen.

00:03:54: Naja wie ist das beim Götterbaum?

00:03:55: Soweit ich weiß es eben ein Stadtbaum im neunzehnten Jahrhundert oder vielleicht auch schon früher in Wien sozusagen als Exot, als Serität angepflanzt also bewusst eingebracht wurde.

00:04:08: Wie kann man ihn beschreiben?

00:04:10: Also prinzipiell gibt es den Baum schon ein bisschen länger, sogar schon seit dem achtzehnten Jahrhundert ist er als Zierbaum eingeführt worden aber gepflanzt erst richtig.

00:04:21: Wie kann man ihn beschreiben?

00:04:22: Er hat eine recht braune glatte Rinde.

00:04:24: Und ganz typisch sind diese fiederartigen Blätter, die ein bisschen ähnlich der Esche sind aber dann doch ein bisschen anders ausschauen.

00:04:30: Es schaut so palmähnlich aus und das ist auch ein ganz guter Vergleich denn in Deutschland hat der Baum den wohlklingenden Beinnahmen Ghetto Palme.

00:04:39: Genauso sieht es ungefähr aus als wenn man so was Palmähnliches ... Also wedelähnliche Siedler.

00:04:45: an einem Baum ist es mit ziemlicher Sicherheit der Gäuterbaum.

00:04:47: Bei uns würde man wahrscheinlich nicht Ghetto, sondern die Städten Palme sagen.

00:04:51: was fehlt dir noch dazu ein Katharina?

00:04:53: Er hat noch andere Namen zum Beispiel Bitteresche.

00:04:56: er gehört auch zu den sogenannten Bitterschen gewachsen dass der Name entstand dadurch das seine Rinde sein Holz und auch die Samen einen bitteren Geschmack haben.

00:05:05: Und dann gibt's einen etwas unrühmlichen Namen aus dem englischen Sprachraum Das ist Stinkbaum weil er bei der Blöde einen unangenehmen Duft verbreitet hat.

00:05:14: Dieser Duft lockt Insekten an, aber riecht für uns Menschen nicht zu

00:05:18: angenehm.".

00:05:20: Und woher wisst ihr das alles so genau?

00:05:22: Ich habe euch bei der Amutoration als Pollenpaar beschrieben, aber ich setze natürlich ... Das ist die korrekte Bezeichnung gesetzt beim Polenservice der Met-Une-Wien.

00:05:36: Genau!

00:05:36: Max leitet den Polenservis und ich bin quasi die Kohleitung.

00:05:39: Genau und wir haben uns gerade in den letzten Jahren sehr intensiv mit dem Götterbaum beschäftigt, initiiert eigentlich aus Vorstudien aus Deutschland.

00:05:47: Und haben wir dann auch in Österreich vor allem in Wien weil wir hier eine sehr lange Polenzeitreihe haben eine Studie gemacht und uns angeschaut wie sich denn die Polenfreisetzung im letzten fünfzig Jahre so entwickelt hat unter anderem auch unter Rücksichtnahme des Klimawandels.

00:06:03: Und dabei haben wir festgestellt, dass der Polenflug und die Gesamtpolenmenge des Götterbaums vor allem mit zwei Faktoren korreliert.

00:06:12: Das sind die Sonnenstunden und die Temperatur.

00:06:16: Das macht jetzt durchaus Sinn, weil der Götternbaum aus einem Baum bekannt ist, der temperaturliebend ist.

00:06:22: Außerdem ist er eben Insekten bestäubt.

00:06:26: Weil Libinen natürlich vor allem während Sonnenschein fliegen wird genau während den Sonnenstrunden nach Polen freigesetzt.

00:06:33: Um den Baum wiederzukennen, sind eben die gefiederten Blätter ganz entscheidend.

00:06:37: Katharina hat sich hier zwei Blätter abgerissen.

00:06:41: Wenn du eine Zweige hast mit vielen kleinen Blättern ist das ein Blatt oder ist es so genanntes Fiederblatt?

00:06:49: Das ist ein Fieder-Blatt,

00:06:50: d.h.,

00:06:50: da sind ganz viele kleine Blättchen drauf und insgesamt ist es dann sehr groß.

00:06:54: dieser ... vielleicht Blattsstand!

00:06:57: Die Blättchien sind leicht gespitzt zackig, aber sehr wenig.

00:07:05: Eher in der Blattbasis dann sind sie glatt und im Normalzustand sind sie grün.

00:07:10: Wenn Sie dann aber verwelkt sind wie zum Beispiel wenn sie behandelt worden sind, werden sie ganz gelblich bräunlich und man hört es hier eh ganz trocken und zerbrechen dann

00:07:23: nicht.

00:07:23: Und er hat auch Blüten drauf.

00:07:26: das sind aber.

00:07:28: Was ich sehe, ist die Staubfäden heraushängen.

00:07:31: Das sind rein männliche Blüten jetzt?

00:07:34: Genau das ist ein rein männlicher Blühstand komplett eingetrocknet ganz fest hart abgeblüht und wir sehen von der Pflanze wo wir sie gesammelt haben da sind eben auch Samenstände wie vorher gesagt ein zwittriges Exemplar

00:07:51: tief in der Botanik drin, das heißt auf dem gleichen Baum gibt es männliche und weibliche Blüten.

00:07:57: Auch daran sind sie zu erkennen.

00:07:59: Daran sind Sie zu erkennen aber nicht ausschließlich weil es eben auch rein männliche Bäume gibt und auch rein weiblich ist.

00:08:05: Das ist auch so eine bisschen eine Superkraft vom Götterbaum hat da alle Geschlechtsmöglichkeiten.

00:08:11: Macht es nicht einfacher?

00:08:13: Macht es Nicht einfacher in den Feldern zu erkennen?

00:08:16: ja!

00:08:17: Götternbaum ist ein Sonderfall und anders als die üblichen Problemfälle ist eben nicht windbestäubt, sondern Insekten bestäub.

00:08:25: Genau es gibt zwar ein paar Insekte bestäupter Pflanzen oder auch durchaus Blumen wo Menschen allergisch reagieren.

00:08:30: Es gibt generell eigentlich nichts was in der Allergie nicht geht sagen wir immer.

00:08:35: aber der Normalfall von einer Polenallergie wird zurückgeführt auf eine Wind bestäupte Pflanze.

00:08:42: In der Natur gibt's für alles eine Ausnahme.

00:08:45: Ja das ist richtig, wie schon eingangs auch immer gesagt.

00:08:48: Es gibt Pflanzen die unterschiedliche Möglichkeiten der Polenverbreitung haben.

00:08:53: Insektenbestäubung und Windbestäuberung kann zusammen vorkommen.

00:08:58: Meistens nennt man das wenn ein Baum insekten bestäubt ist, dass er dann sekundär windbestäube ist.

00:09:02: Das hat einen ganz einfachen Hintergrund.

00:09:04: Die Pflanzen produzieren Polen- und Polenkid.

00:09:08: Der Polenkidd hält diese Polen zusammen und sorgt dafür, dass man an den Insektern gut kleben bleibt.

00:09:13: Je mehr Windbestäubungen hat es, desto weniger Pollenkit hat man.

00:09:17: Bei diesen Sekundärwindbestäupenpflanzen ist das so ein Pollenkitt mit der Zeit austrocknet und dass danach auch durch den Wind verbreitet werden kann.

00:09:25: Das gibt's nicht nur beim Götterbaum, das gibt's beispielsweise bei der Edelkastanie.

00:09:29: Und die Edelcastanie, die jetzt um diese Zeit blüht, ist unter anderem auch ein Problem für Pollenallergiker weil das nämlich kreuzirektiv zu Birken-Pollinallergie ist und dass da durchaus einige Fälle gibt, die das spüren.

00:09:40: Wir wollen den Götternbaum aber nicht als Teufelszeug Brandmarken.

00:09:45: Wir wollen fair sein zum Götterbaum und haben jetzt schon einiges über seine Negativen, über seine allergenen Seiten gehört.

00:09:51: um ihn jetzt quasi umfassend zu beschreiben was spricht für den Göttermaum?

00:09:56: in einer Stadt mit Umweltbelastungen?

00:10:01: dürfte er gut zurechtkommen?

00:10:02: Er kommt sehr gut damit zurech.

00:10:04: Das ist ein klimafitter Baum das heißt wird vom Klimawandel durchaus auch profitieren und könnte in Städten sehr gut sich ändernden Bedingungen zu Recht kommen.

00:10:14: Er kommt nämlich auch gut mit Luftverschmutzung, Salz und allerlei kompaktierten und fruchtbaren Böden.

00:10:22: Mit all diesen Widrigkeiten kommt der Götterbaum sehr gut zurecht!

00:10:27: Aber hat eben eine Seite, weswegen er vielleicht nicht unbedingt der ideale Erlebbaum ist.

00:10:33: Er darf nicht mehr gepflanzt werden weil er als invasiver Neofüt gilt also auch auf der EU-Liste von den hundert potentiell gefährlichsten Pflanzen die eben nicht gehandelt und auch nicht mehr getpflanzt wird dürfen.

00:10:45: Und das hat sich schon in alle Baumschulen herum gesprochen.

00:10:48: Ja, also der Götterbaum wird in Wien auch aktiv nicht mehr gepflanzt.

00:10:51: Also alles was hier an offiziell registrierten Bäumen ist aus der Vergangenheit aber natürlich wie man sieht gerade an der Donauinsel die werden halt ja nicht gepflanzt sie breiten sich halt aus und es gibt eine große Dunkelziffer quasi.

00:11:03: deswegen ist es auch sehr schwierig die Verbreitung hier und die genaue Anzahl im Wien fest zu machen oder überhaupt fest Zu machen.

00:11:10: Das ist bei invasiven Pflanzen immer sehr schwierig weil es halt kein Monitoring gibt kein wirkliches.

00:11:16: Die Zahlen, die bekannt sind.

00:11:17: Das ist seit Jahrzehnt zwanzigund über achttausendfünfhundert Götterbaume in der Stadt Wien entfernt.

00:11:23: Wie gesagt das Problem ist die Kartierung, dass wir gar nicht genau wissen wie viel wo ist.

00:11:28: Die Stadt Winn fährt hier auch eine durchaus nachvollziehbare Strategie der Kosten-Nutzenrechnung.

00:11:34: D.h.,

00:11:35: in Bezirken, wo der Göttermau am etabliert ist werden keine aktiven Maßnahmen unternommen und gesetzt.

00:11:41: aber im Bezirk wo er eben noch nicht etabliers wird er aktiv ansatz einer Ausbreitung gehindert.

00:11:48: Wir sind jetzt Ende Juni, Anfang Juli noch in der Blütezeit der Gräser.

00:11:54: In der späten Blüterzeit der gräser, wenn man das Schilf einmal weglässt müssen wir im Juni vor allem im Ballungszentren vermehrt auch an den Götterbaum denken.

00:12:04: und wie lassen sich Symptome einer, wenn ich jetzt Gräsepolner leerge bin, die lassen sich Symptome unterscheiden?

00:12:11: Ja, also das sollte man auf jeden Fall andenken.

00:12:14: Es gibt da eine ganz nette Studie aus Leipzig dazu wo wir auch mitgearbeitet haben.

00:12:19: Da haben sie explizit während der Blüte des Götterbaums Patienten gesucht und dann getestet Und sind darauf gekommen dass dreißig prozenten Leute Während der Gräserpornologie in der entsprechenden Zeit auch auf den Göttermaum sensibilisiert sind.

00:12:32: Das heißt Auch hier wird es eine große Dunkelziffer geben, weil eben Gräserpaulensaison und Götterbaum-Saison sich überlagern.

00:12:40: Und dann wahrscheinlich die meisten Leute gar nicht so genau wissen, ob sie eine Sensibilisierung darauf haben oder nicht.

00:12:45: Und der Schweren kommt dazu, dass es ja in der Routine Testung auch gar nicht getestet wird.

00:12:49: Also

00:12:51: als Fazit man sollte auf jeden Fall dran denken, weil es eine Möglichkeit ist zu den Symptomen... Die sind gleich.

00:12:58: Bei einer Polenallergie, ob das auf die Birke ist oder auf Gräserpollen oder Götterbaum, die gießen immer gleich aus.

00:13:03: Oder können gleich auch schon von Augensymptomen, Niesen-, Nasensymptome bis zu Lunge.

00:13:09: In Kürze findet hier auf der Toninsel das Tonainsel-Fest statt.

00:13:14: Es wachsen hier jede Menge Gräuser eben nie erfüht wie der Göttermalm und sich auch andere ... Was für ein Ort ist es hier?

00:13:24: Aus Sicht des Polen allergiges!

00:13:26: kann man eine Empfehlung aussprechen, hierherzukommen.

00:13:30: Da muss man jetzt genau differenzieren.

00:13:32: also wenn man eine Graspolnalergie hat ist generell die Dona Insel ein Problemfall.

00:13:37: ja wir sind in der Saison aber weit fortgeschritten.

00:13:39: Wir haben hier lokalblühend noch Weidelgras, Straußgras und Reitgras.

00:13:45: Wenn man auf diese sensibilisiert ist dann ist es auf jeden Fall mit Vorsicht zu genießen.

00:13:51: Wenn man aber ein Gräserpaulener Lehrgiger ist, der eher nur am Anfang der Saison reagiert und schon länger keine Symptome hatet.

00:13:57: Dann ist es vielleicht wieder sicherer hier?

00:14:00: Ja, zusätzlich war es noch da ... Der Beifuß ist ja auch recht verbreitet.

00:14:04: Er hat jetzt noch nicht mit der Blüte begonnen.

00:14:06: Also es entwickelt sich langsam.

00:14:08: Wir sind so

00:14:09: am

00:14:10: Start gerade.

00:14:11: Aber auch das ist hier ein Problem.

00:14:13: Und natürlich allgemein die Pilzsporen im Außenbereich.

00:14:16: Gerade im Sommer werden eben die Gräserverwelten viel freigesetzt.

00:14:21: Momentan war es auch noch zu trocken, also bis jetzt haben wir auch eine unterdurchschnittliche Saison weil es noch zu Trocken war.

00:14:26: Aber natürlich mit den Bärme gewittern ist das immer ein Problem auf der Domeinsel.

00:14:31: Der Götterbaum tritt also hinzu zu diesem klassischen Bouquet an aller Genen.

00:14:36: Warum eigentlich?

00:14:38: Wir kennen ihn jetzt schon einige Jahrzehnte.

00:14:40: warum wird es zunehmend zum Problemfall?

00:14:44: Einerseits die Exposition, das heißt je mehr man einem Allergen ausgesetzt ist, desto höher ist das Risiko dass diese Allergien der Bevölkerung entsteht.

00:14:54: Das ist generell mit allen möglichen Stoff und so.

00:14:58: Der Götterbaum nimmt auch zu in der Gesamtpolmenge, das hat unsere Studie auch gezeigt,

00:15:03: d.h.,

00:15:03: dieses Problem wächst.

00:15:05: Und dann ist es sicherlich auch eine Thematik der Aufmerksamkeit, weil man jetzt erst gesehen hat, dass das eine Möglichkeit ist.

00:15:13: Davor wurde das Lange einfach gar nicht gesehen, weil es von dieser Gräser-Pollenallergie-Thematik überdeckt war.

00:15:20: Ähnliches kennt man von der Esche.

00:15:22: Die Esche ist mittlerweile ein bekanntes Hauptallergen.

00:15:26: Sie war aber lange übersehen, weil sie immer nur in die Birkenpollenallergy gedacht hatte, weil sich auch zeitlich sehr eng überschneiden können

00:15:34: Weil wir von einem zunehmenden Problem gesprochen haben, Götterbaum kommt eben aus Asien.

00:15:42: Wie weit hat das sich schon ausgebreitet in Europa?

00:15:45: Also die ersten Studien, die dann in Richtung Allergie darauf aufmerksam gemacht haben sind aus den Zeitausender Jahren und kommen aus Südeuropa also vor allem Italien und Griechenland.

00:15:55: Und in den letzten Jahren ist es zunehmend auch so, dass in Zentral-Europa Studien gemacht werden.

00:16:00: Allen vor allem an Deutschland und eben auch wir haben jetzt eine gemacht und sehen eben das auch im Zuge des Klimawandels – das Problem auch bei uns sich intensivieren wird.

00:16:09: Wenn Sie so zehn Jahre in die Zukunft blicken, wird der Götterbaum fix verankert sein wahrscheinlich im Kanon?

00:16:16: Der wichtigste aller Gene, was säht ihr da noch am Horizont auf uns zukommen?

00:16:21: Am Horizont ist einmal der Beifuß und hier vor allem die neofütenden Arten.

00:16:25: Die heimische Beifuße sind ein sog.

00:16:27: Klimawandelverlierer, seit den zweitausender Jahren werden die Pollenmengen da immer weniger.

00:16:31: aber gerade in den letzten Jahren haben wir gesehen dass wenn eben vor allem im Herbst die Temperaturen zunehmen im September gibt es eine zweite Blüte und die kann durchaus intensiver sein.

00:16:40: Das ist teilweise der Einjährige unter Kamtschatka-Beifuß.

00:16:44: beide kommen aus Südostasien höheren Temperaturen, v.a.

00:16:49: im Herbst gut zurecht haben eine spätere Blüterzeit werden teilweise auch aktiv angebaut und der einjährige Beifuss ist noch dazu eine einjährigen Art ähnlich wie dem Ragweed.

00:16:58: das heißt die verbreiten sich auch sehr gut.

00:17:00: dass der Götterbaum da vertreten sein wird in zehn Jahren ist gut möglich.

00:17:05: Die Wahrscheinlichkeit ist gegeben, wir tun uns mit nur so genauen Prognosen sehr schwer weil der Klimawandel zu viel ändert.

00:17:11: das wird alles extremer und es geht ja nicht nur um die Temperatur.

00:17:15: Ja klar!

00:17:16: Der Götternbaum zum Beispiel liebt höhere Temperaturen.

00:17:19: Das wird ihm gut tun.

00:17:20: aber die Frage ist was passiert zb mit den Niederschlägen?

00:17:24: Die letzten Jahre haben gezeigt also obwohl er sowas war wärmer, ja eindeutig.

00:17:29: Aber es war auch viel trockener und das vertragen nicht alle Pflanzen gleich gut.

00:17:34: also wir haben's gerade beim Beifuß aber auch teilweise bei Ragweed gesehen.

00:17:38: wenn es zu bestimmten Zeiten zu trocken ist dann senkt das wieder dem Polenflug.

00:17:46: Wir gehen jetzt ein Stück weiter die Dona Insel hinunter.

00:17:56: man hört dass eben das rascheln des Trockenen der trockenen Gräser und Spitzwegerich haben wir hier auch schon gesehen, vertrockneten.

00:18:07: Vieles ist in einem Zustand, dass man es gar nicht mehr einsprechen kann um was für eine Pflanze sich genau handelt.

00:18:14: Es ist viel Staub in der Luft, die aufgeübelt wird von den Bauarbeiten.

00:18:19: Dieses ganze Gemänge, das man an einer Stadt vorfindet, an Luftverschmutzung, an Staubelastung.

00:18:24: An zunehmender Trockenheit statt ist ja auch ein Hitzerinsel.

00:18:29: Wie wirkt sich das aus auf die Allergenität vom Pollen insgesamt?

00:18:33: Leider sehr negativ für die Menschen betroffen von Pollenallergien, weil Pollen dadurch allergener wird und auch reaktiver.

00:18:41: Da gibt es etliche Studien von unterschiedlichen Pflanzen zum Götterbau in Pollen wo man annimmt dass er durch Luftverschmutzung allergner wird.

00:18:49: Genau also Die Hitze ist auch ein besonderer Faktor, denn das ist ein Stressfaktor für die Pflanzen.

00:18:54: Das heißt dann produzieren sie mehr Proteine, die aller Gen sind und das heißt wenn es einmal heiß ist wird mehr Allergien produziert.

00:19:02: Wenn noch die Luftverschmutzung dazukommt wird das verstärkt sozusagen also wird das aller Genmittel modifiziert dass es noch intensiver ist und das hat eben auf die Polnallegiker eine negative Auswirkungen.

00:19:15: Gleichzeitig stresst die Hitze natürlich den menschlichen Körper, das heißt es ist so ein Teufelskreislauf aus dem er schwer ausbrechen kann.

00:19:23: Die Pflanzen werden gestresst, der Mensch wird gestreszt und wird anfälliger und so verschlimmert sich das immer weiter.

00:19:30: Unter dem Strich wissen etwa wieviel Götter Bäume wir haben von einer Dunkelziffer gesprochen in Wien wachsen?

00:19:35: und ja was sollte mit ihnen passieren?

00:19:39: Man kann es eigentlich wirklich nicht sagen, dadurch dass er ein invasiver Neofüt ist und er kaum kartiert wird.

00:19:44: Die letzten Kartierungen die wir haben von der Stadt Wien sind halt also noch gehandelt werden durfte.

00:19:48: ich glaube das sind so zwei tausend die offiziell vermerkt sind.

00:19:52: aber wie man vorher schon gesagt haben seit zwölfundfünfzehn wurden achttausend fünfhundert entfernt.

00:19:56: ja also das heißt die Zahl wird wesentlich höher sein.

00:19:59: wie viel genau kann man schwer abschätzen.

00:20:02: was sollte mit ihnen geschehen?

00:20:05: wahrscheinlich werden wenn nicht mehr loswerden.

00:20:07: Wir müssen ihn irgendwie auch akzeptieren und da im Stadtbild tolerieren können.

00:20:12: Aber natürlich sollte eine aktiven Verbreitung gehindert werden!

00:20:16: vor allem weil er in invasives und andere Pflanzen verdrängt.

00:20:19: Vielen Dank für Ihre Ausführungen, das waren Maximilian und Katharina Bastl vom Pollen-Service der Met-Univine.

00:20:26: Die Arbeit wird euch nicht ausgehen.

00:20:28: dafür sorgen schon allein neue Allergene wie eben der Götterbaum.

00:20:33: Ganz zum Abschluss was ist eure Botschaft an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer?

00:20:38: Insektenblütige Pflanzen können auch Polnallergien oder generell Allergien auslösen.

00:20:43: Das sollte man auf jeden Fall im Hinterkopf behalten

00:20:46: Und?

00:20:46: Vor allem Augen auf.

00:20:48: Je besser man Bescheid weiß, wo, vor allem auch ins Sektenbischof, aber auch normal Windbestoffte Pflanzen stehen und diese Orte meidet, desto besser geht es einem in uns alle hergekommen.

00:20:58: Ja bis zum nächsten Mal!

00:20:59: Bis zum nächsten mal.

00:21:00: wir freuen uns schon.

00:21:01: Danke!

00:21:02: Bis zur nächsten Mal.

00:21:02: vielen Dank fürs Interview.

00:21:04: Das war der Hörgang mit Uni Wien Der Podcast von Springer Medizin gemeinsam mit der Metuni Wien.

Über diesen Podcast

Medizinische Sendungen gehen in die Tiefe, sind aber nicht unterhaltsam. Dieses Vorurteil zu widerlegen, haben wir uns für den Hörgang vorgenommen. Nun haben wir auf Springer Medizin Österreich einen Podcast ins Leben gerufen, der sowohl aktuell als auch wissensvermittelnd sein, darüber hinaus akustisch etwas hermachen soll. Neben Experten aus Wissenschaft und Praxis werden wir auch unsere Fachredakteure, Kolumnisten und Reporter der „Ärzte Woche“ zu Wort kommen lassen.

von und mit Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-Burger

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