Hörgang

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Der neue Ärzteball

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Am 28. Jänner 2023 fand - nach zweijähriger Pandemiepause - endlich wieder ein Ärzteball in der Hofburg statt. Die 71. Auflage stand unter dem Motto Meet the Medics und trug bereits die Handschrift der neuen Ballorganisatorin Bettina Wiltos. Wir haben die Chirurgin kurz vor ihrer Premiere vors Mikrofon bekommen.

Arzneimittelengpass - Hunderte Medikamente nur schwer zu bekommen

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Mehr als 600 Arzneimittel, die nur schwer oder gar nicht zu bekommen sind - Antidepressiva, Krebsmedikamente, Hormonpräparate oder Schmerzmittel finden sich auf der Engpass-Liste des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen. Österreich befindet sich in guter europäischer Gesellschaft. Doch die Tatsache, dass es Deutschland nicht viel besser geht, ist kein Trost. Um die Arzneimittelproduktion, die sich in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend in den asiatischen Raum verlagert hat, wieder nach Europa zu bekommen, muss sich vieles ändern, nicht zuletzt werden die Preise für Medikamente steigen. Das ist zumindest der Wunsch der produzierenden Pharmaindustrie. Die Forderung nach einer automatischen Anpassung an die Inflation ruft Kritiker in der Sozialversicherung auf den Plan, höhere Preise würden nur die Gewinne der Industrie erhöhen, die Lieferprobleme aber nicht verringern. Bernhard Wittmann von Sigmapharm, ein Pharmaunternehmen, das in Österreich produziert, sieht das ein wenig differenzierter: „Wenn die Spielräume bei der Preisgestaltung größer sind, ist es leichter, Sicherheitsnetze einzuziehen.“

Plasma spenden tut nicht weh

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Medizinische Versorgung unter Druck - Aufruf zur Blutplasmaspende. So oder so ähnlich lauteten Schlagzeilen im vergangenen Herbst. Die Corona-Pandemie hielt die Spender fern. Grund genug für den Hörgang, sich ein Bild von der Lage in einem BioLife Plasmazentrum zu machen. Wir waren in der Kirchengasse in Wien und trafen dort u.a. auf die ärztliche Leiterin Dr. Nadja Frankl, die viele ihrer Spender seit Jahrzehnten persönlich kennt.

Damit es gut zu Ende geht

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Die Palliativmedizin ist ein Fach, das wenig Schlagzeilen macht. Zu Unrecht wie wir beim Hörgang finden, denn auch am Ende des Lebens, sogar in den letzten Tagen und Stunden unheilbarer kranker Menschen, gibt es medizinisch einiges zu tun und zu beachten. Es kann zu Missverständnissen und Fehlbehandlungen kommen. Meine Kollegin Marlene Nowotny hat mit den Palliativmedizinern Eva Katharina Masel und Herbert Watzke von der MedUni Wien/AKH Wien über die Herausforderungen auf diesem spannenden Gebiet gesprochen.

Dem Vergessen vorbeugen - was tun gegen Alzheimerdemenz

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Elisabeth Stögmann ist an der Ambulanz für Gedächtnisstörungen und Demenzerkrankungen an der MedUni Wien AKH Wien tätig. Im Gespräch mit Martin Burger nennt sie die Risikofaktoren für die Demenzentwicklung. Würde mehr Wert auf Prävention gelegt, ließen sich bis zu 40 Prozent der Demenzen vermeiden, sagt sie. Außerdem spricht Stögmann über neue Antikörper-Therapien, die in den nächsten Jahren in frühen Demenzstadien zum Einsatz kommen werden.

Das Geschlecht muss immer mitgedacht werden - Die Geschichte der Gendermedizin

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Frauen sind kleine Männer. Das klingt absurd, diese Sichtweise war aber lange Zeit Standard in der Medizin. Die Gendermedizin hat sich erst in den vergangenen Jahrzehnten ihren festen Platz erobert. Noch ist viel zu tun, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen werden noch viel zu wenig berücksichtigt, z.B. in der Medikamentenforschung. Das sagt Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer. Sie leitet die Klinische Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel sowie das Gender Medicine Unit der Medizinischen Universität Wien/AKH Wien. Marlene Nowotny hat sie getroffen.

Medizinisches Wissen auf dem Smartphone

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Das Wissen in der Medizin explodiert. Die Frage ist jetzt, wie es Ärzte schaffen, in ihrem medizinischen Alltag immer die richtigen Entscheidungen auf der Höhe der Zeit zu treffen. Das klassische schwarze Notizbuch mit den Tipps und Tricks aus Fortbildungen und von älteren Kollegen genügt nicht mehr. Ein Weg, um den Überblick zu behalten, den roten Faden nicht zu verlieren, ist die Ärzte-App medbee. Ihren Gründer, Dr. Andreas Strouhal, stellen wir in dieser Hörgang-Folge vor.
Medbee bringt keine vollständigen Leitlinien, sondern ist spezialisiert auf prägnante alltagsrelevante Inhalte, die Smartphone-optimiert sind und aus validierten Wissensquellen stammen.
Im Gespräch mit Springer-Redakteur Martin Burger erzählt Dr. Strouhal auch von seiner Doppelrolle als Mediziner, Produktentwickler und Startup-Unternehmer.

Die Gesellschaft der Ärzte in Wien und ihre Rolle im Nationalsozialismus

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Die Gesellschaft der Ärzte in Wien wurde im Vormärz, vor 185 Jahren gegründet. Sie hat viele Epochen geprägt und überdauert. Ihre wichtigsten Vertreter gehörten der Zweiten Wiener Medizinischen Schule an oder hörten auf klingende Namen der Medizingeschichte. Zu bestimmten Persönlichkeiten seien immer wieder Fragen gestellt worden, etwa zu Theodor Billroth oder Konrad Lorenz, sagt die Präsidentin der Gesellschaft, Beatrix Volc-Platzer. Punktuell sei die oft unrühmliche Rolle einiger Ärzte und ihre politischen Einstellungen erhoben worden. Billroth zum Beispiel war eine Identifikationsfigur der völkischen Studenten. Was fehlt sei eine systematische Aufarbeitung und Auseinandersetzung.
Daher hat sich Volc-Platzer entschlossen, die kritischen Jahren 1930 bis 1960 gründlich erforschen zu lassen, auch wenn diese Aufarbeitung mitunter schmerzhaft sei. Projektleiter ist der Zeithistoriker Prof. Dr. Herwig Czech von der MedUni Wien.
Im Podcast geht es auch um die Biografien und die Schicksale der vielen aus Wien vertriebenen jüdischen Ärzte wie Sigmund Freud oder Hans Popper.

Gewalt gegen Frauen

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Jede fünfte Frau, die in Österreich lebt, wird ein Opfer körperlicher Gewalt oder sexueller Übergriffe. Diese Tatsache wird hierzulande gern verdrängt, mitunter sogar verharmlost. Jedenfalls genießen Frauen - offenkundig - nicht jenen Schutz, den sie benötigen. Gegen die Verharmlosung, gegen das Wegschauen sprechen sich viele Institutionen und Vereine aus – und sie tun das öffentlich. Die autonomen österreichischen Frauenhäuser (der Verein AÖF) beispielsweise organisieren seit 2010 die Ringvorlesung „EineR von fünf“ gegen die Tabuisierung von Gewalt gegen Frauen. Kooperationspartner sind die Volksanwaltschaft und die MedUni Wien.
Prof. Dr. Andrea Berzlanovich leitet das Zentrum für Gerichtsmedizin der MedUni Wien. Wissenschaftsjournalistin Marlene Nowotny hat mit ihr über die diesjährigen Inhalte der Vorlesung gesprochen.
Wichtig zu wissen: Die Tage vom 25. November – dem internationalen Gedenktag für alle Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt wurden – bis 10. Dezember sind auch als "16 Tage gegen Gewalt" international bekannt. Dieser Aktionszeitraum wird weltweit genutzt, um das Ausmaß und die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt gegen Frauen zu thematisieren und Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen als fundamentale Menschenrechtsverletzung nachhaltige Folgen für die Betroffenen selbst, aber auch für die gesamte Gesellschaft hat.

Der Gedenktag geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal zurück, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen Diktator Trujillo beteiligt.

Was Frühgeborene am nötigsten brauchen

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Eines von neun Babys kommt zu früh. Auf die Welt und dann auch nach Hause. Doch noch wissen die überraschten Eltern nicht, was auf sie zukommt. Noch sind sie umgeben von fremden Ärzten und Pflegern und auch von vielen technischen Geräten. Gut, dass an der MedUni Wien-AKH Wien besonderes Augenmerk auf diese vulnerablen kleinen Patienten gelegt wird. Hier legt man auf den Hautkontakt mit den Eltern großen Wert.
Darüber und über den speziellen Betreuungsbedarf und die Nachsorge, die oft einige Jahre dauern kann, spricht Wissenschaftsjournalistin Marlene Nowotny u. a. mit Sophia Brandstetter, der ärztlichen Leiterin der Frühgeborenenambulanz der MedUni Wien-AKH Wien, mit Astrid Holubowsky, pflegerische Leiterin der Intermediate Care Station, sowie mit der Psychologin Andrea Wittig.

Über diesen Podcast

Medizinische Sendungen gehen in die Tiefe, sind aber nicht unterhaltsam. Dieses Vorurteil zu widerlegen, haben wir uns für den Hörgang vorgenommen. Nun haben wir auf Springer Medizin Österreich einen Podcast ins Leben gerufen, der sowohl aktuell als auch wissensvermittelnd sein, darüber hinaus akustisch etwas hermachen soll. Neben Experten aus Wissenschaft und Praxis werden wir auch unsere Fachredakteure, Kolumnisten und Reporter der „Ärzte Woche“ zu Wort kommen lassen.

von und mit Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-Burger

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