Johannes Steinhart
Der neue Wiener Ärztekammerpräsident Dr. Johannes Steinhart hat sich nicht weniger als eine „Zeitenwende“ in der Gesundheitspolitik vorgenommen. Nun bewirbt sich der Urologe auch für den Posten des ÖÄK-Präsidenten.
Der neue Wiener Ärztekammerpräsident Dr. Johannes Steinhart hat sich nicht weniger als eine „Zeitenwende“ in der Gesundheitspolitik vorgenommen. Nun bewirbt sich der Urologe auch für den Posten des ÖÄK-Präsidenten.
Forschung, Lehre und Patientenversorgung - Die MedUni Wien und das Allgemeine Krankenhaus der Stadt haben große Aufgaben zu bewältigen. Geführt wird die Institution von zwei Boards, zwei Gremien, mit Vertretern der Universität und der Stadt.
Der Mann für die strategischen Zukunfts-Entscheidungen sitzt in der Spitalgasse im 9. Bezirk: Rektor Prof. Dr. Markus Müller. Wir, meine Kollegin Marlene Nowotny und ich haben mit Rektor Müller über die großen Infrastrukturvorhaben der Medizinischen Universität, über die Digitalisierung der Medizin und die neue Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft gesprochen. Und mit diesem Gespräch beginnen wir auch unseren neuen Wissenschafts-Podcast, den "Hörgang MedUni Wien"
Täglich kommt es zu gewalttätigen Übergriffen gegen Frauen. Im öffentlichen Raum, in Ausbildungsstätten, in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, im Privaten und zu Hause in den „eigenen vier Wänden“. Dieses Problem lässt sich mit Zahlen belegen. Die Zahl der Betretungs- und Annäherungsverbote ist laut Österreichischer Kriminalstatistik seit Ausbruch der Pandemie gestiegen. Im Jahr 2021 auf 13.690, von 8.748 im Jahr 2019. Dazu kommt die auch medial beachtete hohe Zahl an Frauenmorden. 31 Femizide waren es im vergangenen Jahr, neun bisher im heurigen Jahr.
Wir versuchen die Wurzel des Übels zu finden und zu ergründen. Und zwar gemeinsam mit Klaudia Frieben, sie Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings
In Niederösterreich geht eine Ära zu Ende. Christoph Reisner, der seit 2007 an der Spitze der Ärztekammer gestanden ist, hat dieses Mal nicht mehr kandidiert. Sein Nachfolger heißt, nach einigem Gerangel zwischen den Fraktionen, der HNO-Arzt Harald Schlögel aus Mödling. Vor Kurze hat er sein Arbeitsprogramm präsentiert. Um Medizinern die Niederlassung schmackhaft zu machen, fordert Schlögel die Wiedereinführung des Gemeindearztes und die Medikamentenausgabe in den Ordinationen. Im eigenen Haus, der Ärztekammer für Niederösterreich, hat Schlögel ebenfalls einiges zu tun, die Wahlbeteiligung war bescheiden. Daher startet er nun, nach eigenem Bekunden, eine Rückholaktion.
Dr. Harald Schlögel ist Gast in diesem Hörgang.
Österreich hat ein gutes Gesundheitssystem, das hört man auf jeder Veranstaltung und von jedem Experten. Aber unser Gesundheitswesen ist nicht überall gleich gut aufgestellt, es hat Lücken. In manchen Bezirken gibt es in bestimmten Fächern keinen Kassenarzt, rund 300 Standorte können aktuell nicht besetzt werden. Dafür steigt seit einigen Jahren die Zahl der Wahlärzte stark an. Das hat mit der Reduktion der Arbeitszeiten im Spital zu tun. Die Zunahme der Wahlarztordinationen liegt aber auch daran, dass manche Leistungen überhaupt nur im Spital angeboten werden, mit entsprechend langen Wartezeiten. Da bleibt den Patienten oft nur noch der Weg zum Privatarzt.
Andreas Huss, Arbeitnehmervertreter in der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK, will die 10.000 Wahlärzte gleich ganz abschaffen, weil sie nur 5 Prozent der Kassenleistungen erbringen. Wer keinen Vertrag hat oder möchte, gilt nach dem Vorschlag von Andreas Huss als reiner Privatarzt. Mehrheitsfähig ist Huss damit nicht. Die Ärztekammer lehnt den Vorschlag ganz ab und die politischen Parteien haben andere Vorstellungen, wie man den Beruf Kassenarzt attraktiv machen könnte. Wir haben bei dem Gesundheitsmanager Bernhard Wurzer nachgefragt. Er ist Generaldirektor der ÖGK, der Österreichischen Gesundheitskasse.
Geht’s Ihnen noch gut? – Gesündere Ärzt*innen sind die besseren Ärzt*innen: Tanja Fabsits spricht mit Prof. Dr. Jörg Braun, ärztlicher Leiter der Klinik Manhagen in Deutschland, über das Thema „Arztgesundheit“. Braun hat 2015 die „Stiftung Arztgesundheit“ gegründet.
Ärzte haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kranken bestmöglich zu helfen. Leider vernachlässigen sie dabei oft ihre eigene Gesundheit – dabei sind gesündere Ärzte auch die besseren Ärzte. Und: Auch Ärzte haben, bei allem beruflichen Engagement, ein Recht auf die eigene Gesundheit.
Unsere Ernährung kann Entzündungsreaktionen und Schmerz im Körper beeinflussen. Und einfach zu verstehen, aber nicht so einfach umzusetzen: Wer weniger wiegt, belastet seine Gelenke entsprechend weniger.
OA Dr. Raimund Lunzer, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie und Leiter der Rheumatologie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz, plädiert für eine ausgewogene Ernährung und rät, Extreme zu vermeiden. Einseitige Rheuma-Diäten lehnt er ebenso ab wie Nahrungsergänzungsmittel im Alltag.
Spätestens seit Wolfgang Schüssels Kalmierungsversuch (Es gibt in Österreich sicher keinen Pflegenotstand), steht die Pflege auf der politischen Agenda jeder Regierung. Josef Ruhaltinger, Chefredakteur des ÖKZ, widmet sich der Frage wie die heimische Pflege in die Post-Boomer-Ära gerettet werden kann.
Wir haben Anfang April, die Birken stäuben, Esche, Pappel und Ulmen ebenso, und die Pollensaison verspricht heftig zu werden, wie man aus berufenem Munde hört. Uwe Berger leitet den heimischen Pollenwarndienst und kennt das Auf und Ab der Blühsaisonen seit Jahrzehnten. Berger und andere Experten erläutern in diesem Podcast , die Probleme mit der Pandemie und den vielen abgebrochenen Immuntherapien und sie stellen das neue Ärzteservice des Pollenwarndienstes vor.
Die Dauerkrise führt bei vielen Menschen zu Ängsten, Depressionen und, nicht zuletzt bei Jugendlichen, zu Suizidgedanken. Die Stadtgemeinde Ebreichsdorf in Niederösterreich macht nun allen psychisch belasteten Bürgern ein Gesprächs-Angebot. Bei Bedarf gibt es auch Psychotherapie. Die Stadtgemeinde beteiligt sich an den Kosten der Sitzungen.