Pathogene Pilze: Wenn harmlose Umweltkeime krank machen
Der Pilz ist derselbe. Verändert hat sich der Mensch. Weil Ärzte heute gezielter in das Immunsystem eingreifen und Schwerkranke länger leben, wächst die Zahl jener, denen gewöhnliche Umweltpilze gefährlich werden können.
Besonders bedroht sind Menschen unter Langzeit-Cortison, bestimmten Krebstherapien oder nach Virusinfektionen. Häufige Erreger sind Aspergillus, seltener Fusarium und andere Schimmelpilze. Ihre natürliche Widerstandskraft macht die Behandlung schwierig; wirksame Antimykotika sind rar.
Auch die Erderwärmung könnte das Problem verschärfen: Wärmeliebende Pilze breiten sich aus, bislang fremde Mykosen könnten in Europa heimisch werden. Lass-Flörl fordert deshalb Überwachung, Prävention und gezielte Aufklärung. Für Gesunde gilt aber: Wald, Garten und Boden sind keine Gefahr. Die Umwelt müsse nicht steril sein.
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