Hörgang

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Vegan & Vital – Zwischen Ideal und Realität

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Vegan leben – gesund oder gefährlich? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen, die auf tierische Produkte verzichten wollen. In dieser Sommerfolge unseres Podcasts Hörgang sprechen wir mit dem Allgemeinmediziner und überzeugten Veganer Dr. Markus Kolm über die Möglichkeiten und Grenzen einer rein pflanzlichen Ernährung.

Kolm räumt mit Mythen auf, erklärt, worauf Veganer:innen besonders achten sollten – und was bei Arztbesuchen oft schiefläuft. Wie deckt man den Bedarf an Eisen, Kalzium oder Omega-3-Fettsäuren? Welche Rolle spielen Nahrungsergänzungsmittel – und wie erkennt man sinnvolle Produkte im Supermarktregal?
Wir beleuchten, ob Kinder, Schwangere und Stillende vegan leben können, welche Laborwerte regelmäßig kontrolliert werden sollten und wie eine ausgewogene vegane Ernährung tatsächlich aussehen muss, um gesund zu bleiben.

Dr. Kolm berichtet aus der Praxis, nennt konkrete Tipps – und zeigt auf, warum pflanzenbasierte Ernährung in der Krankheitsprävention und Therapie längst angekommen ist.
Eine Folge für alle, die sich bewusster ernähren wollen – oder einfach mitreden möchten, wenn’s um Tofu, B12 und Gesundheit geht. Jetzt reinhören – in den Hörgang, den Podcast von Springer Medizin, mit freundlicher Unterstützung der Danube Private University.

Zwischen Überlastung und Empathie – Was im Gesundheitssystem wirklich fehlt

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Die Ordination überfüllt, die Nerven dünn, das Verständnis am Limit: Diese Sommerfolge unseres Hörgang-Podcasts geht dorthin, wo es weh tut – zu den wachsenden Spannungen im Gesundheitssystem. Gemeinsam mit Kommunikationsexpertin und Trainerin Britta Blumengrohn sprechen wir über das, was oft unausgesprochen bleibt: Wut, Frust, emotionale Erschöpfung – auf beiden Seiten.

Die Pandemie hat die Lage verschärft. Patienten kommen gereizt, Ärzte sind überarbeitet, Pflegekräfte am Rand der Belastbarkeit. Die Kommunikation zwischen Gesundheitsprofis und Patienten wird zur Zerreißprobe. Wie konnte es so weit kommen? Was läuft schief – und was können wir ändern?

Blumengrohn bringt Erfahrungen aus Trainings mit Ärzt:innen, Pflegeteams und Primärversorgungszentren mit. Sie erzählt, warum das System selbst krank macht, wie kleine kommunikative Werkzeuge Großes bewirken können – und weshalb ein einziger gut gewählter Satz manchmal mehr heilt als jede Therapie.

Diese Episode ist ein Weckruf – ehrlich, emotional und lösungsorientiert. Ideal für alle, die im System arbeiten oder darin behandelt werden. Also: für uns alle.

Alt werden ist kein Zufall – Die Wissenschaft der Langlebigkeit

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Sommer, Sonne, Hörerlebnis! In unserer Sommer-Edition holen wir eine besondere Folge aus dem Archiv – zeitlos relevant, wissenschaftlich fundiert und persönlich inspirierend: ein Gespräch über das Geheimnis eines langen, gesunden Lebens mit dem Molekularbiologen Slavin Stekovic.
Wir alle wollen alt werden – aber bitte bei guter Gesundheit. Stekovic erklärt, warum Altern kein Schicksal ist, sondern eine Frage des Lebensstils. Schon ab dem 30. Lebensjahr beginnt unser Körper messbar abzubauen – was wir tun können, um dem gezielt entgegenzuwirken, erfahren wir in dieser Episode. Von Muskelaufbau über Autophagie bis zur Rolle der Psyche und Meditation: Es sind keine Wundermittel, sondern konkrete, machbare Schritte, die den Unterschied machen können.
Stekovic räumt auf mit Mythen, erklärt verständlich molekulare Prozesse und gibt praktische Tipps: Warum Frauen länger leben, weshalb Bewegung ein Stoffwechsel-Booster ist und wieso weniger manchmal mehr ist – auch beim Sport.
Eine inspirierende Folge für alle, die nicht nur lange leben, sondern jung bleiben wollen. Perfekt für einen Spaziergang mit Kopfhörern – oder den Liegestuhl mit Aussicht.

Hoffnung fürs Hören: Was der Wirkstoff AC-102 verändern könnte

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Hören ist Leben – und Hörverlust betrifft weltweit mehr Menschen als viele ahnen. In dieser Folge des Podcasts „Hörgang MedUni Wien“ sprechen wir mit Prof. Dr. Christoph Arnoldner, Leiter der traditionsreichen HNO-Klinik der MedUni Wien und international anerkannter Experte für Otologie und Schädelbasischirurgie. Er gibt spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte, die das Hören von Grund auf revolutionieren könnten.

Ein Hoffnungsträger ist der Wirkstoff AC-102, der in Wien mitentwickelt wurde und derzeit in einer europaweiten klinischen Studie getestet wird. Anders als Cortison schützt er nicht nur vor Entzündungen, sondern bewahrt gezielt die empfindlichen Synapsen im Innenohr – ein Gamechanger bei akutem Hörsturz.
Doch die Forschung geht weiter: Gentherapie bei angeborener Taubheit, die erstmals betroffenen Kindern das Hören ermöglicht, und innovative Cochlea-Implantate, die immer besser das Restgehör erhalten, zeichnen ein neues Bild zukünftiger Therapieformen. Arnoldner betont den translationalen Ansatz: Von der Petrischale bis ans Patientenbett – Forschung soll wirken, nicht nur publiziert werden.
Außerdem geht’s um das unterschätzte Gesundheitsrisiko Freizeitlärm und warum Hörprävention bereits in jungen Jahren beginnen sollte. Diese Folge ist ein Muss für alle, die besser hören – oder besser verstehen wollen, wie Hören funktioniert.

Globale Impulse aus Wien: Wie EULAR die Rheumatologie verändert

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Wie gelingt es einer europäischen Fachgesellschaft, global Wirkung zu entfalten? Und welche Rolle spielt Österreich dabei ? In dieser Folge des „Hörgang“-Podcasts spricht Prof. Dr. Daniel Aletaha,oberster Rheumatologe an der MedUni Wien und Past-Präsident der Europäischen Rheuma-Gesellschaft (EULAR), über die internationalen Herausforderungen für sein Fach – und über konkrete Initiativen, die in seiner Amtszeit ins Leben gerufen wurden.

Im Gespräch mit Medizinjournalist Volkmar Weilguni erläutert Aletaha, wie der sogenannte „Equity Fund“ oder die Plattform „MyEULAR“ auf Bildung, Versorgung und Wissenstransfer in unterversorgten Regionen abzielen – und warum Patientenorganisationen stärker in Entscheidungen eingebunden werden müssen.

Außerdem gibt er Einblicke in bahnbrechende Forschungsvorhaben zur Bildgebung mittels KI und zur Optimierung bestehender Medikamente. Ein weiteres Highlight: die Plattform Preferrix, die Patienten außerhalb von Studienzentren Zugang zu klinischen Studien verschafft.

Aktuelle Themen wie Mikrobiomforschung, Umweltfaktoren, Schmerztherapie und Schwangerschaft bei rheumatischen Erkrankungen werden beleuchtet. Ein tiefgehender Blick in eine Fachrichtung im Wandel – mit starkem österreichischem Fußabdruck auf internationaler Bühne.

Ungesehen und unversorgt – Wenn Medizin Menschen vergisst

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In dieser Episode des Hörgang-Podcasts zum Pride Month spricht Prof. Dr. Igor Grabovac von der MedUni Wien über gesundheitliche Ungleichheit und Diskriminierung im medizinischen System – insbesondere gegenüber queeren und obdachlosen Menschen. Grabovac schildert, wie ihn seine Erfahrungen als Medizinstudent und seine Arbeit im AKH Wien zur Sozialmedizin brachten. Er berichtet von struktureller und institutioneller Diskriminierung, etwa wenn Trans-Personen nicht mit ihren gewählten Pronomen angesprochen oder notwendige medizinische Leistungen vorenthalten werden.

Zudem thematisiert er die drastisch schlechtere gesundheitliche Lage von obdachlosen Menschen, deren Lebenserwartung um 20–30 Jahre geringer ist. Krebserkrankungen sind in dieser Gruppe bis zu fünf Mal häufiger, Prävention jedoch kaum zugänglich. Gründe dafür sind mangelnde Sozialversicherung, fehlende niederschwellige Angebote und digitale Hürden. Im EU-Projekt Cancerless wurde daher ein Modell mit Health Navigators entwickelt, das den Zugang zur Krebsvorsorge verbessern soll.

Grabovac betont die Bedeutung von ganzjähriger Sichtbarkeit und Ausbildung medizinischer Fachkräfte im Umgang mit marginalisierten Gruppen. Sichtbarkeit allein reiche nicht – es brauche strukturelle Veränderungen im Gesundheitssystem. Der Pride Month sei zwar wichtig für Aufmerksamkeit, aber nachhaltiger Wandel müsse das ganze Jahr über erfolgen.

Live, lokal, global: Highlights von der EuroPerio11 in Wien

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Die EuroPerio11 in Wien markierte einen historischen Moment für die Parodontologie. Über 10.000 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern strömten in die Messe Wien, um die neuesten Erkenntnisse zu diskutieren, sich zu vernetzen und eines der absoluten Highlights mitzuerleben: die Live-Operationen. Erstmals wurden Eingriffe direkt aus der Zahnklinik der SFU übertragen – ein logistisches und technisches Meisterstück. Die Nähe zur Kongresshalle ermöglichte es den Operateuren sogar, Minuten später ihre Eingriffe live auf dem Podium zu analysieren.

Neben innovativer Chirurgie standen Themen wie personalisierte Zahnmedizin, interdisziplinäre Therapieansätze und das orale Mikrobiom im Fokus. Auch KI in der Diagnostik, Prävention durch Ernährung und der Wunsch nach einer stärkeren Sichtbarkeit der Parodontologie wurden intensiv diskutiert. Hardy Haririan, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie, spricht von der „intensivsten Woche seiner Karriere“ – und einer einmaligen Chance, sein Fachgebiet ins Rampenlicht zu rücken.
Nach der EuroPerio ist vor der EuroPerio: In drei Jahren trifft sich die Fachwelt in München.

PRIDE Kids – Identität im Wandel

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Was tun, wenn ein Kind sagt: „Ich bin kein Mädchen – oder kein Bub“?
In einer Zeit, in der Identität heftig diskutiert wird, braucht es vor allem eines: Verständnis.
Psychologin Dr. Diana Klinger spricht mit Medizinjournalistin Johanna Wolfsberger über das Aufwachsen jenseits binärer Geschlechterrollen, über Ängste, Fakten und wie echte Unterstützung aussieht – für Kinder, Eltern und Fachleute.

Pneumokokken verstehen: Risiken, Schutz und die Rolle der Impfung

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In diesem Podcast beleuchten wir, was Pneumokokken sind und für welche Bevölkerungsgruppen sie eine Gefahr darstellen können. Wir gehen der Frage nach, bei welchen Erkrankungen man besonders wachsam sein muss und warum eine Pneumokokken-Impfung guten Schutz gewährt.
Experten im Studio sind Priv.-Doz. Dr. Daniela Schmid, Leiterin der Abteilung für Infektionsdiagnostik und Infektionsepidemiologie am Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der Medizinischen Universität Wien und Priv.-Doz. Dr. Arschang Valipour, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie an der Klinik Floridsdorf und Privatklinik Döbling in Wien.
Durch die Sendung führt Volkmar Weilguni.

Medizin, Macht und Moral - Klinische Ethik im Krankenhausalltag

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In dieser Episode tauchen die Intensivmedizinerin Dr. Eva Schaden und die Palliativmedizinerin Prof. Dr. Eva Katharina Masel von der MedUni Wien in ein Thema ein, das im hektischen Krankenhausalltag oft im Verborgenen bleibt – die klinische Ethik. Wie trifft man Entscheidungen an der heiklen Grenze zwischen medizinischem Können und menschlichem Dürfen?
Die beiden Ärztinnen verdeutlichen, dass Ethik keine abstrakte Theorie für den Elfenbeinturm ist, sondern eine täglich gelebte Praxis – in intensiven Gesprächen, sorgfältigen Abwägungen und dynamischen Teamprozessen. Besonders auf Intensivstationen, wo technologische Möglichkeiten und Grenzsituationen aufeinandertreffen, ist ethische Reflexion unerlässlich, um individuelle Therapiewege zu finden.
Die Medizinerinnen schildern, wie klinische Ethikberatung funktioniert: als strukturierter Raum für interdisziplinären Dialog – nicht als von außen auferlegte Entscheidung, sondern als Unterstützung zur Selbstklärung. In schwierigen Situationen, etwa bei der Änderung von Therapiezielen oder bei Kommunikationsproblemen mit Angehörigen, eröffnet sie neue Perspektiven und entlastet die Teams.

Neben Fachwissen sind Haltung, Empathie und Dialogbereitschaft von entscheidender Bedeutung – Ethik als tägliche Verantwortung. Der Wunsch der beiden Expertinnen: Ethikkompetenz soll so selbstverständlich werden wie medizinisches Know-how – und die Beratung irgendwann nur noch für die besonders kniffligen Fälle gebraucht werden.

Ein Gespräch über Würde, Verantwortung – und das Menschsein in der modernen Medizin.

Über diesen Podcast

Medizinische Sendungen gehen in die Tiefe, sind aber nicht unterhaltsam. Dieses Vorurteil zu widerlegen, haben wir uns für den Hörgang vorgenommen. Nun haben wir auf Springer Medizin Österreich einen Podcast ins Leben gerufen, der sowohl aktuell als auch wissensvermittelnd sein, darüber hinaus akustisch etwas hermachen soll. Neben Experten aus Wissenschaft und Praxis werden wir auch unsere Fachredakteure, Kolumnisten und Reporter der „Ärzte Woche“ zu Wort kommen lassen.

von und mit Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-Burger

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